Reportage
Lageso beschäftigt arabische Clan-Mitglieder
Laut einem Medienbericht beschäftigt das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) sechs Mitglieder einer kriminellen arabischen Großfamilie. Die Clan-Mitglieder sind Übersetzer für Migranten.

Vor zwei Wochen erst nahm die Berliner Polizei bei einer Großrazzia mehrere Mitglieder einer arabischen Großfamilie fest. Gründe für die Razzia waren unter anderem ein Auftragsmord und der spektakuläre Überfall auf das KaDeWe im Dezember 2014.
Nun berichtet das rbb-Magazin „Klartext“, dass das Land Berlin selbst Clan-Mitglieder beschäftigt. Es handelt sich um fünf Männer aus einer stadtbekannten arabischen Großfamilie sowie um einen Bekannten der Familie aus der Türsteherszene.
Die Clan-Mitglieder sollen bis vor kurzem als Übersetzer für Migranten im Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) gearbeitet haben. Dem rbb wurde ein aktuelles Foto zugespielt, auf dem die Männer im Lageso sitzend zu sehen sind. Sie sollen aber vor neun Monaten engagiert worden sein.
Clan-Mitglieder hatten Zugang zu Behörden-Daten
Das Heikle an der Sache ist, dass die Clan-Mitglieder dadurch Zugang zu sicherheitssensiblen Daten hatten. Laut rbb verlangte das Lageso von den Dolmetschern keine polizeilichen Führungszeugnisse. Der Senat sagt hingegen, dass für zwei der Dolmetscher ein Führungszeugnis vorliege.
„Wenn die Leute dort ohne Sicherheitsüberprüfung und Vorlage eines Führungszeugnisses arbeiten, dann ist das skandalös“, sagte Ralph Knispel von der Vereinigung Berliner Staatsanwälte dem rbb.
Arabische Großfamilien nutzen die Migration
Laut Michael Böhl vom Bund Deutscher Kriminalbeamter hat sich die Bandenkriminalität bei der Bearbeitung von Migranten in Berlin ausgeweitet. „zum Beispiel bei der Rekrutierung für den Drogenhandel“. Die Migranten wüssten nicht, wie sie weiterkommen sollen. „Das nutzen die Täter aus, ob es nun Prostitution ist, Schwarzgeld, Rauschgift, alles, was sie wollen.“
Ermittler haben berichtet, dass arabische Großfamilien ihre Männer fürs Grobe gezielt auch in unter den neuen Migranten rekrutieren. Diese würden dann für Einbrüche, Drogenhandel und Gewalt gegen konkurrierende Clans eingesetzt. Auch bei Polizei und Staatsanwaltschaft ist dieses Problem bekannt.
Arabische Großfamilien beherrschen in Berlin ganze Stadtviertel. Clans wie der von Mahmoud Al-Zein beschäftigen die Berliner Polizei und Justiz im Bereich der organisierten Kriminalität seit Jahrzehnten. Das Spektrum reicht dabei von Kleinkriminalität bis Drogen- und Schwarzgeldhandel.


