Frauke Petry will abgelehnte Flüchtlinge auf Inseln abschieben

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Künftig sollen illegale Migranten und abgelehnte Flüchtlinge auf Inseln außerhalb von Europa untergebracht werden, fordert AfD-Chefin Frauke Petry. Die Zahl von 13.743 Abschiebungen in diesem Jahr sei lächerlich.

Frauke Petry Flüchtlinge auf Inseln
AfD-Chefin Frauke Petry fordert, dass illegale Migranten und abgelehnte Flüchtlinge auf Inseln abgeschoben werden. (Screenshot: YouTube/RT Deutsch)

Die AfD-Vorsitzende Frauke Petry (41) will illegale Migranten und abgelehnte Asylbewerber auf Inseln außerhalb Europas abschieben. Dort sollen sie von der UN geschützt werden. Derzeit leben hunderttausende illegale Migranten und abgelehnte Asylbewerber in Deutschland.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) solle in eine „Rückwanderungsbehörde“ umgewandelt werden, fordert Frauke Petry im Interview mit BILD. „Diese bringt dann die illegalen Migranten und abgelehnten Asylbewerber auf zwei von der UN geschützten Inseln außerhalb Europas unter.“

Männliche Flüchtlinge auf Inseln getrennt unterbringen

Auf diesen Inseln außerhalb von Europa sollten allein reisende Männer von Frauen beziehungsweise Familien getrennt werden, so Frauke Petry. Das sei kostengünstiger und vor allem für die Frauen sicherer als die aktuelle Praxis.

Nach Ansicht der AfD-Chefin soll die Behörde dafür sorgen, „dass alle illegal Eingereisten dieses Land möglichst schnell wieder verlassen“. Nötig seien auch eine Abkehr vom Flüchtlingsabkommen der EU mit der Türkei und Abschiebungen im großen Stil.

„Bislang gab es 2016 gerade mal 13.743 Abschiebungen, das ist lächerlich angesichts hunderttausender illegaler Migranten, die in Deutschland sind.“

Vorbild bei der Insel-Lösung ist Australien

Auch Australien unterhält auf der Pazifikinsel Nauru und auf der Insel Manus in Papua-Neuguinea Lager für Asylsuchende. Dort werden Migranten untergebracht, die versucht haben, mit dem Boot nach Australien zu gelangen, und auf dem offenen Meer abgefangen wurden.

In der letzten Woche hatte auch der österreichische Außenminister Sebastian Kurz (29, ÖVP) gefordert, dass die EU Australiens Flüchtlingspolitik nachahmt. Wer an den Außengrenzen aufgegriffen wird, der müsse auf Inseln versorgt und in sein Herkunftsland oder ein sicheres Transitland gebracht werden.

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