Flüchtlinge warten Wochen, bis das Amt die Miete zahlt

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Für Migranten in der Hauptstadt ist es noch immer schwer, eine eigene Wohnung zu finden. Denn laut Flüchtlingsrat Berlin müssen sie derzeit sieben Wochen warten, bis das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten endlich die Kaution und die erste Miete überweist.

Noch immer müssen zehntausende Flüchtlinge in Berlin in Heimen leben. (Screenshot: YouTube)

Noch immer leben in Berlin über 33.000 Flüchtlinge in Asylheimen. Für die Migranten ist es nicht so leicht, an eine eigene Wohnung zu kommen. Denn für Vermieter sind sie ein Risiko, vor allem wenn das Asylverfahren noch nicht beendet und ihre Aufenthaltsdauer unklar ist.

Doch oftmals scheitert der Traum der Migranten von einer eigenen Wohnung auch einfach daran, dass das zuständige Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) bei die Bearbeitung von Anträgen zu lange braucht, zitiert die taz den Flüchtlingsrat Berlin.

Vom Eingang des Antrags beim LAF vergehen derzeit sieben Wochen, bis das Amt die Kautionen und die erste Miete an den Vermieter überweist. Selbst der freundlichste Vermieter verliere dann irgendwann die Geduld, berichtet der Flüchtlingsrat Berlin.

Zum Jahresbeginn hatte das Landesamt für Flüchtlingsangelegenheiten die Aufgaben zwischen Behörde und der zwischengeschalteten Beratungsstelle des Evangelisches Jugend- und Fürsorgewerk (EJF) neu verteilt und mehr Aufgaben wieder selbst übernommen.

Doch durch die Neuordnung haben sich die Abläufe nach Ansicht des Berliner Flüchtlingsrats mitnichten verbessert. Vielmehr hätten die Migranten nun sogar mehr Termine an verschiedenen Anlaufstellen.

Früher half das EJF den Migranten bei der Zusammenstellung der für den Abschluss eines Mietvertrags nötigen Unterlagen und leitete sie an das LAF weiter. Dort mussten die Migranten dann nur noch zum „Leistungstermin“ erscheinen, um die Finanzierung konkret zu regeln.

Seit der Neuordnung die Migranten ihre Unterlagen selbst beim LAF einreichen, was oftmals ganztägige Wartezeiten mit sich bringt. Dann wird eine mietrechtliche Pflichtberatung beim Evangelischen Jugend- und Fürsorgewerk fällig, die wiederum beim Landesamt nachgewiesen werden muss.

Danach folgt wie zuvor der „Leistungstermin“ beim LAF. Laut dem Berliner Flüchtlingsrat gibt es aber auch dafür keine individuelle Terminvergabe, sodass die Migranten erneut lange Wartezeiten auf sich nehmen müssen. Wenn ein Migrant nicht alle Unterlagen parat hat, so muss er erneut beim Amt vorsprechen.

Zwar kann laut der LAF-Pressestelle eine Mietübernahmezusicherung bereits bei der ersten Vorsprache des Migranten ausgestellt werden, sofern alle nötigen Papiere vorhanden sind. Doch laut Flüchtlingsrat wollen viele Vermieter nicht wochenlang auf den ersten Mieteingang warten.

Der rot-rot-grüne Senat hat im Koalitionsvertrag das Ziel vereinbart, Flüchtlingen den Bezug normaler Mietwohnungen zu ermöglichen. Daher müsse das LAF dringend mit mehr Personal ausgestattet werden, forderte der Berliner Flüchtlingsrat am Freitag in der Presserklärung.

Es entstehe sonst der Eindruck, „dass Teile der Verwaltung ein Interesse daran haben, Flüchtlingen den Zugang zu Mietwohnungen zu verwehren und sie statt dessen dauerhaft in Sammellager einzuweisen“.

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109 KOMMENTARE

  1. Wirtschaftsmigranten.
    Goldstücke.
    Bereicherungen.

    Da ist keiner mehr von der Türkei oder Lybien aus auf der Flucht.
    Mozartkugeln und Kaiserschmarrn sind kein Grund zur Flucht.

  2. Ja, na und????
    Wenn wir ,die schon länger hier sind, Warten müssen, oft jahrelang!, ist das noch nicht mal ein Letter irgendeines Mediums wert!

    Wenn es denen nicht passt,steht es ihnen frei,unser , mein! Land zu verlassen!

  3. ja und …sind wir schuld oder Trump??? ne fakt ist ; Merkel will die jetzt abschieben ..um.dann hier zuzuschlagen ….1938 -1945 .und immer noch macht niemand was :'(

  4. Die können von mir aus unter der Brücke schlafen und im Müll nach essbaren suchen.
    Wenn wir hier die Wahl hätten was mit unseren Steuergeldern geschieht wäre es vorbei mit Empathie und Humanitäre Hilfe.

  5. Ich musste vor vier Jahren das erste Mal für meine Kinder und mich Hilfe vom Amt beantragen für fünf Monate und bis ich das erste Geld bekommen habe habe ich acht Wochen warten müssen! Stellt es bitte mal nicht so hin als ob es nur die armen Flüchtlinge betrifft! Das ist der normale Gang für alle und für jeden! Nur komisch dass darüber nie berichtet wird wenn es deutsche trifft! Eure Einseitige Berichterstattung ist wirklich zum kotzen!

  6. Nicht nur für Flüchtlinge, für die armen im Stich gelassenen Deutschen die schon länger hier sind und Deutschland aus Trümmern wieder aufgebaut haben auch, die werden einfach links liegen gelassen und keiner kümmert sich mehr um sie

  7. Man oh man. Das geht ja gar nicht, dass die Wirtschaftsimmigranten tatsächlich auf Wohnungsgelder warten müssen. Das Geld hat schon da zu sein, bevor die überhaupt einen Antrag gestellt haben. Die müssen schließlich vorzüglich behandelt werden, nicht dass man einen schlechten Eindruck von Deutschland bekommen könnte. Und übrigens ihr Deutschen, ihr habt gefälligst dafür jede Menge Opfer zu bringen. Das kann mal wohl mal als Flüchtling erwarten.

  8. Wissen die Flüchtlinge nicht, wenn eine Schwuchtel die Regierung verlässt, dass dann das Land pleite ist? Die Bayern und Hessen könnten ja auch die Zahlung vom Länderfinanzausgleich 2018 vorziehen!

  9. Wenn die hier leben wollen, dann sollen die aufs Land ziehen und Schweineställe ausmisten. Aber es gibt auch ganz große umbauter Fläche wo die hinkönnen,ohne Schaden anzurichten. Damit meine ich nicht die Gefängnisse.

  10. Richtig ist, auch wenn bei Hartzer die Miete vom Amt direkt überwiesen wird und sie sind mit zwei Monatsmieten im Rückstand bekommen sie die fristlose Kündigung. Ging meiner Nachbarin ebenso und sie hatte noch zwei Kinder, dass nur weil das Jobcenter getrödelt hatte. Warum setzt man dann diese Leute nicht auf die Strasse, geht doch bei Deutschen auch.

  11. Es ist nicht nur für die Flüchtlinge einfach eine Wohnung zu finden auch für jeden Deutschen ist es schwer wenn das Geld nicht reich. Man sollte nicht immer nur über die Flüchtlinge reden und schreiben, wo bleiben die Diskussionen über unsere Menschen

  12. Was ist daran so besonderes ? Auch SGB II-Empfänger müssen bei Wohnungswechsel ebenso lange warten, weil die Jobcenter in den Leistungsabteilungen dauerhaft unterbesetzt sind. Mit der Folge, dass nach spätestens 4 Wochen der Vermieter die Wohnung anderweitig vermietet hat.

  13. es würde doch reichen, die Refugees in Zelte unterzubringen… echte Flüchtlinge kehren doch schnell in ihre Heimat zurück, wenn dort Frieden ist..so wie jetzt im Großteil von Syrien… nur Sozialhilfeschmarotzer bleiben…

  14. Mir kommen die Tränen. Die Parasiten können wegen mir warten bis sie schwarz werden bis sie die Miete von deutschen Steuerzahlern bekommen.

  15. Rausschmeißen !!!!Oder arbeiten gehen, wir haben deutsche Obdachlose die sogar arbeiten ,da reicht nur der Lohn für eine Wohnung nicht. Unsere Regierung soll sich schämen !!!!!!Diesem Gesindel wird alles hinterher geschmissen.Sozialschmarotzer sind das.

  16. Das Amt zahlt die Miete……die Frage ist nur wie lange….man könnte auch sagen der deutsche Steuer Mchael zahlt für die Pläne einer kleinen Finanzelite….die die Flüchtlingswelle bewusst angeschoben haben….und befeuert (SOROS, Sutherland, UN, Open Society Foundation, Internationale Migrationsiniative, Europäische Stabilitätsiniative…..Stiftungen aller Art)

    Also was geht ab…..warum werden Millionen nach Europa gelockt?

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