Reportage
Flüchtling greift Reisende mit Axt und Messer an
Ein 17-jähriger Flüchtling aus Afghanistan rief „Allahu Akbar“ und ging mit Axt und Messer auf Fahrgäste in einem Regionalzug nahe Würzburg los. Vier Menschen sind schwer verletzt.
Am Montagabend in einem Regionalzug auf dem Weg nach Würzburg hat ein Mann „Allahu Akbar“ gerufen und dann die Fahrgäste mit Axt und Messer angegriffen. Laut Polizei wurden dabei vier Menschen schwer verletzt und eine weitere Person leicht.
Nach der Attacke zog der Angreifer die Notbremse und flüchtete aus dem Zug. Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei war nach dem Anschlag im Regionalzug zufällig in der Nähe gewesen und nahm die Verfolgung des Täters auf.
Als der Afghane mit Messer oder Beil auf die Beamten losging, erschossen ihn die Beamten. Die Grünen-Politikerin Renate Künast fragte dazu auf Twitter, warum die Polizei den Angreifer nicht angriffsunfähig geschossen habe.
Tragisch und wir hoffen für die Verletzten. Wieso konnte der Angreifer nicht angriffsunfähig geschossen werden???? Fragen! #Würzburg @SZ
— Renate Künast (@RenateKuenast) July 18, 2016
Axt-Flüchtling könnte Nachahmer von Nizza sein
Bei dem Täter handelt es sich um einen 17-jährigen Afghanen, sagte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann am Montagabend in Tagesthemen. Nach ersten Erkenntnissen kam er als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling nach Deutschland.
Es handele sich um einen Asylbewerber aus Ochsenfurt im Landkreis Würzburg, sagte ein Sprecher des bayerischen Innenministeriums. Zuletzt soll er bei einer Pflegefamilie gewohnt haben. Dieses über Twitter verbreitete Video soll ein Bekennervideo des Attentäters sein:
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann stellte einen möglichen Zusammenhang des Anschlags im Regionalzug mit dem Anschlag von Nizza her. Es sei bekannt, dass es immer Nachahmer von solchen Taten geben könne. Die Polizei gehe nach Zeugenaussagen von einem Einzeltäter aus.


