Reportage
SPD-Frau kassiert Millionen-Abfindung von VW
Nach einem Jahr im VW-Vorstand erhält Christine Hohmann-Dennhardt eine Abfindung von bis zu 15 Millionen Euro plus 8.000 Euro Rente. Die frühere SPD-Politikerin diente dem Konzern als Vorstand für Recht und Integrität.

Volkswagen trennt sich von Christine Hohmann-Dennhardt als Konzernvorstand für Recht und Integrität. Ihre Arbeit in Wolfsburg endet nach nur 13 Monaten „im gegenseitigen Einvernehmen“ diese Woche Mittwoch. Die frühere SPD-Politikerin hat Anrecht auf eine Abfindung in Höhe von knapp zwei Jahresgehältern.
Zusätzlich hatte Volkswagen Christine Hohmann-Dennhardt eine Entschädigung zugesagt, weil sie für ihren Wechsel nach Wolfsburg zum Januar letzten Jahres vorzeitig bei Daimler ausgeschieden war. Dabei hatte sie auf ihre Ansprüche gegenüber ihrem früheren Arbeitgeber verzichtet.
Diese Ablöse durch den Wechsel soll knapp die Hälfte der Summe ausmachen. Insgesamt geht es um bis zu 15 Millionen Euro. Zusätzlich soll der scheidende Compliance-Vorstand eine monatliche Rente von bis zu 8.000 Euro im Monat erhalten, zitiert die F.A.Z. unbestätigte Gerüchte.
VW-Konzernchef Matthias Müller hatte Christine Hohmann-Dennhardt als Vorstand für Integration und Recht nach Wolfsburg geholt. Die frühere Verfassungsrichterin und Ministerin in Hessen sollte ein Auge darauf haben, dass nach dem Abgasskandal eine saubere Unternehmensführung im Konzern einzieht.


