BVG macht Busse und Straßenbahnen schneller

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Mit der Umsetzung von 35 Projekten will die BVG in diesem und im kommenden Jahr ihre Busse und Straßenbahnen schneller machen. Sie sollen an der Ampel bevorzugt werden. Zudem sind 100 Kilometer Busspuren in Arbeit.

Die BVG macht ihre Busse und Straßenbahnen schneller. (Screenshot: YouTube)
Die BVG macht ihre Busse und Straßenbahnen schneller. (Screenshot: YouTube)

Die Berliner Verkehrsbetriebe wollen ihre Busse und Straßenbahnen schneller machen. In Arbeit sind daher weitere Busspuren und Ampel-Vorrangschaltungen für Busse und Straßenbahnen sowie der Umbau von Haltestellen. Spätestens im kommenden Jahr will die BVG 35 Maßnahmen mit der höchsten Priorität umsetzen.

Vorrangschaltungen für Busse an Ampelanlagen kommen schon dieses Jahr für die beiden Spandauer Buslinien 136 und 236, berichtet die BVG-Mitarbeiterzeitung „Profil“. Mit einer Neuprogrammierung der Ampelschaltungen will das Unternehmen die Busse schneller und pünktlicher machen.

Anfang 2018 folgt dann die Buslinie M27. Hier will die BVG die Strecke mit Busspuren von 1,4 Kilometern auf 2,5 Kilometer erweitern. Durch diese Maßnahme soll sich die Durchschnittsgeschwindigkeit von derzeit 14,7 Kilometer pro Stunde auf dann 16 Kilometer pro Stunde erhöhen. Die Fahrzeit verkürzt sich um acht Minuten.

Auch die Buslinien M48 und M85 und die Tramlinien M4 und M6 sollen bald mithilfe von Ampelvorrangschaltungen beschleunigt werden. Auf den beiden Tramlinien haben die Bahnen auch jetzt schon Vorfahrt an den meisten Ampeln. Doch deren Steuerungen sollen nun an den aktuellen Stand angepasst werden.

BVG plant 100 Kilometer Busspuren

Neben den Vorrangschaltungen an Ampeln sind weitere Busspuren vorgesehen. Mit insgesamt 157 Maßnahmen soll sich die Gesamtlänge von derzeit 101,9 Kilometern verdoppeln. Anträge der BVG für Busspuren auf dem Britzer Damm, der Kantstraße, der Rheinstraße, der Schnellerstraße, der Torstraße und der Urbanstraße werden derzeit geprüft.

Nach Ansicht der BVG stecken Busse und Straßenbahnen zu häufig im Stau. Daher hat das Unternehmen im vergangenen Sommer zusammen mit der Senatsverkehrsverwaltung und der Verkehrslenkung Berlin (VLB) die „Task Force Beschleunigung“ geschaffen.

Vordringlich hatte sich diese Runde um die Linie TXL zwischen Flughafen Tegel und Alexanderplatz gekümmert, weil diese extrem verspätungsanfällig war. Vorübergehend ließ die BVG zwischen Hauptbahnhof und Alexanderplatz keine Busse dieser Linie mehr fahren. Zu sehr waren sie vor allem durch Baustellen ausgebremst worden.

Hier hat man bereits im September letzten Jahres neue Busspuren von mehreren hundert Metern Länge auf der Beusselstraße und auf der Invalidenstraße aufgemalt. Seitdem ist die Pünktlichkeitsquote nach Angaben der Verkehrsverwaltung von 79,6 Prozent auf immerhin 85,7 Prozent gestiegen.

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