Neue BND-Zentrale in Berlin-Mitte ist zu klein

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Die gerade erst fertiggestellte BND-Zentrale in Berlin-Mitte ist schon wieder zu klein. Daher wird der Geheimdienst zusätzlich sein Gelände in Berlin-Lichterfelde behalten, wo eigentlich das BKA einziehen wollte. Es wird teuer.

Am BND-Neubau an der Chausseestraße hatte es auch Proteste gegeben. (Screenshot: YouTube)
An der BND-Zentrale an der Chausseestraße hatte es auch Proteste gegeben. (Screenshot: YouTube)

Erst im Dezember wurde der Neubau für den Bundesnachrichtendienst (BND) an der Chausseestraße in Berlin-Mitte fertiggestellt. Er ist so groß wie 35 Fußballfelder. Doch nun stellt sich heraus, dass er für den Geheimdienst schon wieder zu klein.

Deshalb wird der BND offenbar nicht wie geplant mit allen Mitarbeitern in die große neue Zentrale in Berlin-Mitte ziehen. Dies zeigt ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums an die Vorsitzende des Haushaltsausschusses, Gesine Lötzsch (Linke).

„Der BND beabsichtigt, die Liegenschaft in Berlin-Lichterfelde weiter zu nutzen“, zitiert der rbb aus dem Schreiben. Gesine Lötzsch kritisiert diese Plan-Änderung: „Wenn die BND-Spione genau so schlecht arbeiten wie die Verwaltung, kann einem angst und bange werden.“

Grund für die Planänderung ist, dass der BND wegen der Terrorbekämpfung und der Ukraine-Krise von 4.000 auf 4.400 Mitarbeiter aufgestockt wird. Die zusätzlichen Stellen konnten bei den Planungen an der Chausseestraße nicht berücksichtigt werden.

Der größte Neubau Deutschlands seit dem Zweiten Weltkrieg, dessen Kosten von 720 Millionen auf 1,086 Milliarden gestiegen waren, könnte laut dem Bericht erweitert werden. Doch der BND will offenbar lieber seinen zweiten Standort in Berlin-Lichterfelde behalten.

An dem Standort in Lichterfelde nahe dem S-Bahnhof Botanischer Garten arbeiten seit dem Jahr 2003 rund 1.000 BND-Mitarbeiter, viele von ihnen in einem hübschen Gebäude in rot geziegelter Backsteingotik.

In der rund 130 Jahre alten „Kaserne des Garde-Schützen-Bataillons“ hatten zuvor bereits preußische Soldaten, ein Reichswehr-Schützen-Bataillon, ein Bataillon der US-Streitkräfte und die Bundeswehr residiert.

Da die Kaserne für den BND modernisiert und um ein dreigeschossiges Lage- und Informationszentrum im nüchternen Stil neu ergänzt wurde, erscheint es kostenbewusst, wenn einige BND-Mitarbeiter hier bleiben, anstatt an einen dritten Ort umzuziehen.

Laut Bundesfinanzministerium wollte eigentlich das Bundeskriminalamt (BKA) in die BND-Kaserne einziehen. Denn auch das BKA mit Sitz in Wiesbaden bekommt 1.000 neue Mitarbeiter. Doch wegen der Probleme beim BND wird das BKA nicht in die Kaserne einziehen können.

Daher hat der Bund dem BKA für 180 Millionen Euro eine Liegenschaft an der Puschkinallee gekauft. Laut dem Büro von Gesine Lötzsch zeigt dies, dass der Bund bereit ist, sehr viel Geld für die Terrorbekämpfung auszugeben. „Es zeigt, da sind alle Schleusen geöffnet worden.“

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8 KOMMENTARE

  1. Wie der Flughafen Schönefeld und Interessant ist doch welche so sehr Intelligenten Leute alles planen…hipp hipp hurra….so geht alles den Bach runter mit den super super Nieten die wir erziehen…!!!

    • Wieso geschockt? Diese Nichtsnutze wissen doch schon lange nicht mehr,was auf dem freien Markt abgeht. Wird allerhöchste Zeit,dass die das mal wieder lernen und erfahren! Sonst sind das die nächsten, die Burnaut haben und uns Steuerzahlern auch noch auf dem Sack liegen. Von denen haben wir doch schon mehr als genug. Ich bin nicht mehr bereit zu schufften wie blöde um dann noch vor meiner Rente ins Gras zu beissen nur damit diese ganzen Schmarotzer gutl hier leben. Ich habe meine Jahre bald voll und darf mit gutem Gewissen meine Kritik äussern!

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