Berlin Journal Newsletter →

Magazin · Berlin

Reportage

Abdul A.: Mehrmals Frau vergewaltigt, Sohn misshandelt?

Von Thomas Breithaupt · · 3 Min. Lesezeit

Teilen: X · E-Mail

Tatort Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg: Hier trat Abdul A. (34) auch vor den Augen seiner drei kleinen Kinder seiner von ihm getrennt lebenden Frau (25) so stark mit dem Fuß ins Gesicht, dass sie schwer verletzt in eine Klinik eingeliefert werden musste (Foto: Youtube/Spiegel TV)
Tatort Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg: Hier trat Abdul A. (34) auch vor den Augen seiner drei kleinen Kinder seiner von ihm getrennt lebenden Frau (25) so stark mit dem Fuß ins Gesicht, dass sie schwer verletzt in eine Klinik eingeliefert werden musste (Foto: Youtube/Spiegel TV)
Tatort Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg: Hier trat Abdul A. (34) auch vor den Augen seiner drei kleinen Kinder seiner von ihm getrennt lebenden Frau (25) so stark mit dem Fuß ins Gesicht, dass sie schwer verletzt in eine Klinik eingeliefert werden musste (Foto: Youtube/Spiegel TV)
Tatort Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg: Hier soll Abdul A. (34) auch vor den Augen seiner drei kleinen Kinder seiner von ihm getrennt lebenden Frau (25) so stark mit dem Fuß ins Gesicht getreten haben, dass sie schwer verletzt in eine Klinik eingeliefert werden musste. Sie ging, weil er sie in der Asylunterkunft mehrmals vergewaltigt und den Sohn an der Essensausgabe misshandelt haben soll (Foto: Youtube/Spiegel TV)

Asylbewerber Abdul A. (34) scheint nach seiner Ankunft in Berlin alle Wut der Erde an seine ihm durch einen Imam anvertraute Frau (25) und auch an eines seiner drei Kinder, seinem vierjährigen Sohn, ausgelassen zu haben. Das Martyrium der jungen Mutter, die vergeblich versuchte, von ihm loszukommen, zog sich über Monate hin, ehe die Polizei den Rasenden am 28. April 2016 im Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg gegen erheblichen Widerstand festnahm, nachdem er gerade vor aller Augen und auch vor den Kindern seiner Frau so stark ins Gesicht trat, dass sie schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert werden musste. Zwei Passanten (32, 63) waren eingeschritten und retteten ihr das Leben.

Am kommenden Dienstag, dem 25. Oktober 2016, wird Abdul A. vor der Strafkammer 1 im Saal 606 im Landgericht Berlin in der Turmstraße 91 in Moabit der Prozess gemacht. Die Liste der Vorwürfe ist lang: Vergewaltigung, vorsätzliche Körperverletzung, gefährliche Körperverletzung, Misshandlung von Schutzbefohlenen und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

Die Staatsanwaltschaft Berlin wirft Abdul A. im Einzelnen vor:

„Der Angeklagte soll in der Zeit von Januar bis Ende März 2016 in einer Gemeinschaftsunterkunft in Berlin, in einem Zimmer, in welchem er mit seiner nach islamischem Recht angetrauten Frau und den gemeinsamen Kindern lebte,  seine Frau an vier  verschiedenen  Tagen jeweils aufgefordert haben, mit ihm sexuell zu verkehren.  Als die Geschädigte dies abgelehnt habe, habe er sie  ergriffen  und  ihr unter anderem Schläge ins Gesicht und in den Unterbauch versetzt.  Schließlich soll der  Angeklagte mit der sich wehrenden Geschädigten den Geschlechtsverkehr in vier Fällen bis zum Samenerguß durchgeführt haben,  wobei die Geschädigte in allen Fällen zumindest Schmerzen erlitten haben und es  in einem Fall  bei einem Versuch geblieben sein soll.“

Sohn (4) an der Essensausgabe misshandelt

Am Abend des 1. April 2016 soll der Angeklagte in der Warteschlange zur Essensausgabe in der Gemeinschaftsunterkunft seinen am 1.10.2012 geborenen Sohn zunächst mit dem beschuhten Fuß  gegen das Gesäß getreten haben. Sodann soll er ihn hochgenommen, auf den Boden geworfen und auf ihn eingetreten haben, bis zwei Zeugen ihn weggezogen hätten.

Nach Trennung Frau im Görlitzer Park zusammengetreten

Die Staatsanwaltschaft Berlin wirft Abdul A. weiter vor: „Am Nachmittag des 28. April 2016 soll der Angeklagte  im Görlitzer Park die dort mit den drei gemeinsamen Kindern aufhältige Geschädigte ergriffen und auf sie eingeschlagen und eingetreten haben. Die Geschädigte habe hierdurch Verletzungen erlitten und habe im Krankenhaus behandelt werden müssen.

Im Rahmen der anschließenden vorläufigen Festnahme soll es zu Widerstandshandlungen des Angeklagten gegen die eingesetzten Polizeibeamten gekommen sein, wobei auch eine Polizeibeamtin verletzt worden sein soll.“

Im Polizeibericht vom 29. April 2016 heißt es dazu:

„Mann attackiert Ehefrau – Passanten gehen dazwischen. Vor den Augen ihrer Kinder wurde gestern Nachmittag eine Frau in Kreuzberg von ihrem von ihr getrennt lebenden Ehemann geschlagen und schwer verletzt. Den bisherigen Ermittlungen und Zeugenaussagen zufolge soll der 34-Jährige gegen 17 Uhr seine 25 Jahre alte Ehefrau im Görlitzer Park überrascht und unvermittelt angegriffen haben. Er soll ihr dabei mehrfach mit der Faust ins Gesicht geschlagen und sie mit dem Fuß gegen den Kopf getreten haben.

Zwei Passanten im Alter von 32 und 63 Jahren seien dann dazwischen gegangen und hielten den Angreifer bis zum Eintreffen der alarmierten Polizisten fest. Bei der Festnahme leistete der 34-Jährige Widerstand und verletzte eine Beamtin leicht. Seine Ehefrau kam mit Gesichtsverletzungen sowie Prellungen an der Hüfte und am Knie zur stationären Behandlung in eine Klinik. Die drei Kinder, zwei und drei Jahre alt sowie ein fünf Monate alter Säugling, wurden dem Kindernotdienst übergeben. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei der Direktion 5 dauern an.“

Comments

comments

Berlin · "Intensivtraining Telefoninkasso" von der Deutschen Inkasso Akademie · Asylant · Asylheim · Asylunterkunft · Berlin · Berlin Journal · berlinjournal · Essensausgabe · Exzesse · Flüchtlingsheim · Flüchtlingsunterkunft · gefährliche Körperverletzung · geprügelt · geschlagen · Gewaltexzesse · geworfen · Görli · Görlitzer Park · Imam · ins Gesicht getreten · islamische Ehe · Kind auf den Boden geworfen · Kreuzberg · Landgericht Berlin · Misshandlung von Schutzbefohlenen · Moabit · Prozess · Staatsanwaltschaft Berlin · Turmstraße 91 · Vergewaltungen · vorsätzliche Körperverletzung · Widerstand gegen Vollstreckuntsbeamte

Autor

Thomas Breithaupt

[email protected]

Weiterlesen

Alle Beiträge →

Die Depesche

Freitags die ganze Stadt in einem Brief

Kein Newsletter im üblichen Sinn — eine kuratierte Depesche der Redaktion. Was zählt, was kommt, was bleibt.

Jederzeit abbestellbar. Kein Spam.