Reportage
Sahra Wagenknecht verurteilt Trumps Raketenangriff
Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht hat den Raketenangriff der USA auf Syrien verurteilt. Auch US-Präsident Donald Trump verfolge nun den Sturz von Assad. Damit drohe wie im Irak und in Libyen eine Stärkung der Dschihadisten.

Sahra Wagenknecht (47) hat den Raketenangriff der USA auf eine syrische Luftwaffenbasis vom Donnerstag scharf kritisiert. US-Präsident Donald erkläre damit wie auch die führenden EU-Politiker den Sturz von Al-Assad zum wichtigsten Ziel in Syrien.
„Wer immer für den verbrecherischen Giftgaseinsatz in Idlib die Verantwortung trägt, klar ist, er hat eine fatale Wende seitens der US-Politik bewirkt“, schreibt die Fraktionschefin der Linken auf Facebook.
Fatal sei diese Wende in Donald Trumps Politik deshalb, „weil auf diese Weise schon der Irak und Libyen kaputt gebombt und zerstört wurden“. In beiden Fällen habe der Sturz unliebsamer Regime nur die islamistischen Dschihadisten gestärkt.
Inzwischen herrscht in Teilen dieser Länder der Islamische Staat, der den Terror bis nach Europa trägt. Ist das tatsächlich das Ziel von Trump, Merkel und Gabriel auch für Syrien? Ich finde: Schluss muss sein mit dieser verantwortungslosen Politik!
Bereits am Donnerstagabend in der Talksendung von Maybrit Illner hatte Sahra Wagenknecht als einzige anwesende Politikerin die Syrien-Politik des Westens verurteilt. Donald Trumps Vorwürfe gegen Assad seien „an Heuchelei nicht zu überbieten“.
Denn eine Verwicklung Putins in zivile Opfer in Syrien sei immer ein „Kriegsverbrechen“. Bei Todesopfern durch die Angriffe der westlichen Mächte spreche man hingegen stets nur von einem „Unglück“.


