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Putin zu Obama: Vorwürfe ohne Beweise sind „unanständig“

Von Thomas Breithaupt · · 3 Min. Lesezeit

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Putin Obama Beweise
Die Wahlverlierer in den USA werfen Wladimir Putin vor, den US-Wahlkampf zugunsten von Donald Trump manipuliert zu haben. (Screenshot: YouTube)

Die US-Regierung behauptet, Russlands Präsident Wladimir Putin habe die Wahlen in den USA manipuliert und Donald Trump mit Hacker-Attacken zum Sieg verholfen. Ohne jegliche Beweise. Nun reicht es Putin offenbar.

Putin Obama Beweise
Die Wahlverlierer in den USA werfen Wladimir Putin vor, den US-Wahlkampf zugunsten von Donald Trump manipuliert zu haben. (Screenshot: YouTube)

Die noch amtierende US-Regierung von Barack Obama hat Russland Präsident Wladimir Putin wiederholt vorgeworfen, dass er den amerikanischen Wahlkampf mit Hacker-Angriffen manipuliert habe. Nur dadurch sei der Sieg von Donald Trump möglich geworden. Belege für diese Vorwürfe hat die US-Führung nicht vorgelegt.

Nun hat Putin es offenbar satt. Die US-Regierung solle entweder die Vorwürfe einstellen oder sie belegen, sagte sein Sprecher Dmitry Peskov am Freitag in Tokio, wo sich Putin mit Japans Premier Shinzo Abe trifft. Es sei „unanständig“ von den USA, Russland „grundlos“ des Eingreifens in deren Wahlen zu beschuldigen.

Beweise vorlegen oder Klappe halten!

„Sie müssen entweder aufhören darüber zu reden oder endlich irgendeine Art Beweis vorlegen. Sonst sieht das sehr unanständig aus“, so Dmitry Peskov. Die Drohungen von US-Präsident Barack Obama mit Vergeltung für die angeblichen russischen Hacker-Angriffe widersprächen „sowohl gegen amerikanisches als auch internationales Recht“.

Bereits am Donnerstag hatte der Putin-Sprecher den Bericht über russische Hacker-Angriffe im US-Wahlkampf als „albernen Unsinn“ bezeichnet. Bitterer Ernst ist jedoch, dass Wikileaks im US-Wahlkampf Dokumente veröffentlicht hat, welche die Korruption der Kandidatin Hillary Clinton und ihrer Partei ans Licht brachten.

Die Medien manipulieren sich nur noch selbst

Am Donnerstag bezeichnete die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Zakharova die westlichen Medien als Sprachrohre verschiedener Machtgruppen. „Die normalen Menschen können heute die Wahrheit erkennen“, so die Sprecherin weiter. „Die Massenmedien manipulieren sich selbst.“

Sie reagierte damit auf einen Bericht des US-Senders NBC, der Putin vorwirft, persönlich in die Hacker-Angriffe involviert gewesen zu sein. So habe der russische Präsident die US-Wahlen manipulieren wollen. Der Bericht zitiert Quellen im amerikanischen Geheimdienst CIA.

Zu diesem Bericht sagte Russlands Außenminister Sergei Lawrow am Freitag im staatlichen Fernsehsender Russia 24: „Ich denke, das ist einfach albern, und es ist absolut offensichtlich, dass der Versuch vergeblich ist, jemanden davon zu überzeugen.“

Auch das FBI weist die Vorwürfe zurück

Nicht nur der Wahlgewinner Donald Trump, sondern auch das FBI und der Direktor der nationalen Nachrichtendienste (ODNI) haben die Einschätzungen aus dem Umfeld des CIA zurückgewiesen. Wie Putin kritisieren sie, dass keinerlei Beweise für die Beschuldigungen gegen Russland vorgelegt worden sind.

Trotz des Mangels an Beweisen droht die US-Regierung den Konflikt mit Russland zu eskalieren. Erst mit dem Regierungswechsel in den USA im Januar ist wieder mit einer Verbesserung in den Beziehungen der beiden Supermächte zu rechnen. Denn Donald Trump will endlich wieder normale Beziehungen und ist sich darin mit Putin einig.

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