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Reportage

Martin Schulz: „Man kann die Wahl noch drehen“

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Martin Schulz glaubt, dass er die Wahl noch drehen kann. (Screenshot: YouTube)
Martin Schulz glaubt, dass er die Wahl noch drehen kann. (Screenshot: YouTube)

Laut Umfrage hat die SPD kaum noch eine Chance, die Bundestagswahl für sich zu entscheiden. Die Schuld für die schlechte Stimmung sieht Spitzenkandidat Martin Schulz bei anderen. Und er glaubt weiter an seinen Sieg.

Martin Schulz glaubt, dass er die Wahl noch drehen kann. (Screenshot: YouTube)
Martin Schulz glaubt, dass er die Wahl noch drehen kann. (Screenshot: YouTube)

Als die Sozialdemokraten Martin Schulz zu ihrem Spitzenkandidaten machten, ging es für die Partei in Wahlumfragen steil nach oben. Für ein paar Wochen sah es wirklich so aus, als könnte der frühere EU-Parlamentspräsident nächster Bundeskanzler werden.

Doch dann verlor die SPD stetig in Zustimmung bei den Wählern und steht in aktuellen Umfragen wieder genauso schlecht da als vor Martin Schulz. Die Schuld daran sieht der Kanzlerkandidat aber nicht bei sich selbst. Im Interview mit BILD sagt er:

Auf der Strecke seitdem hat die SPD manches selbst verschuldet, manches unverschuldet wegstecken müssen. Zum Beispiel den Parteiübertritt einer Grünen zur CDU in Niedersachsen, der zum Verlust der Regierungs-Mehrheit führte.

Das habe ich nicht verursacht, aber es wird natürlich als Belastung für mich interpretiert.

Als weiteren Grund für den Abstieg der SPD unter seiner Führung nennt Martin Schulz die Niederlagen bei den Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen, „das ist für die SPD eine sehr, sehr schwierige Niederlage“.

In der am Samstag veröffentlichten Wahlumfrage von Emnid kommt Rot-Rot-Grün gerade mal auf 41 Prozent und ist weit von einer Mehrheit im Bundestag entfernt. Doch auch Schwarz-Gelb erreicht nur 46 Prozent, was ebenfalls zu wenig ist.

  • CDU/CSU 38 Prozent (keine Veränderung zur Vorwoche)
  • SPD 24 Prozent (0)
  • Die Linke 9 Prozent (0)
  • FDP 8 Prozent (-1)
  • AfD 8 Prozent (0)
  • Grüne 8 Prozent (0)
  • Sonstige 5 Prozent (-1)

Doch Martin Schulz gibt sich optimistisch und glaubt offenbar noch immer, dass er die Wahl für sich entscheiden kann. Zwar hat die SPD einen enormen Rückstand und nur noch zwei Wochen Zeit zum Aufholen.

„Aber immer noch sind 46 Prozent der Wählerinnen und Wähler nicht entschieden“, sagt der SPD-Kanzlerkandidat. „Deshalb glaube ich, dass man sehr wohl die Wahl noch drehen kann.“ Das TV-Duell mit Bundeskanzlerin Angela Merkel am Sonntag ist womöglich seine letzte Chance dafür.

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