Reportage
Hälfte der Bürger hält Wahlen für entschieden
Laut einer Umfrage des Allensbach-Instituts glauben 45 Prozent der Wahlberechtigten, dass die Bundestagswahlen bereits entschieden sind. Das sind so viele wie noch nie seit der Wiedervereinigung.

Gut einen Monat vor der Bundestagswahl am 24. September wissen 46 Prozent der Wahlberechtigten noch immer nicht, für welche Partei sie stimmen wollen. Das geht aus einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach für die FAZ hervor.
So hoch wie derzeit war der Anteil der Unentschlossenen so kurz vor der Wahl in den vergangenen 20 Jahren nie. Zugleich halten 45 Prozent der Wähler die Bundestagswahl 2017 bereits für entschieden. Das sind so viele wie noch nie seit der Wiedervereinigung.
In der Sonntagsfrage zeigen die am Dienstag veröffentlichten Umfragewerte des Allensbach-Instituts die AfD mit nur noch sieben Prozent als die kleinste Partei, die in den Bundestag einziehen würde. Anfang des Jahres war die Partei noch die drittstärkste Kraft.
- CDU/CSU 39,5 Prozent (unverändert gegenüber Juli)
- SPD 24,5 Prozent (-0,5)
- FDP 10 Prozent (+1)
- Die Linke 8 Prozent (-1)
- Grüne 7,5 Prozent (+0,5)
- AfD 7 Prozent (0)
- Sonstige 3,5 Prozent (0)
Laut diesen Zahlen hätte eine schwarz-gelbe Koalition mit 49,5 Prozent der Wählerstimmen eine komfortable Mehrheit im Bundestag. Die ebenfalls am Dienstag veröffentlichte INSA-Wahlumfrage sieht Schwarz-Gelb hingegen nur bei 47 Prozent und ohne Mehrheit im Bundestag.


