Krankenkasse muss Bartentfernung für Transsexuelle bezahlen

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Laut Urteil des Sozialgerichts Berlin muss eine Krankenkasse die Bartentfernung für Transsexuelle bezahlen. Wenn sich kein Arzt dafür findet, dann kann man auch eine Kosmetikerin in Anspruch nehmen, welche die Barthaare sachgemäß per Nadelepilation entfernt.

Bartentfernung für Transsexuelle
Die dauerhafte Bartentfernung für Transsexuelle kostete im vorliegenden Streitfall 2.528 Euro. (Screenshot: YouTube)

Mann-zu-Frau-Transsexuelle dürfen auf Kosten ihrer Krankenkasse ihren Bartwuchs entfernen lassen. Und wenn sie keinen Arzt finden, der dies zeitnah erledigen kann, dann dürfen die Transsexuellen dafür auch die Dienste einer Kosmetikerin in Anspruch nehmen. So hat es das Sozialgericht Berlin am 15. März entschieden.

Im Streitfall hatte die Krankenkasse einem Mann die Geschlechtsumwandlung zur Frau bezahlt. Deren männliche Haare sollte nach der Operation ein niedergelassener Arzt mittels Nadelepilation entfernen. Doch der Arzt sagte, dass er die Nadelepilation nur für höchstens fünf Minuten pro Woche durchführen könne.

Laut einer Kalkulation der damals noch immer bärtigen Frau hätte die Haarentfernung unter diesen Bedingungen insgesamt 60 Jahre gedauert. Das sei unzumutbar. Zudem hatte eine in der von der Krankenkasse vorgeschlagenen Praxis behandelte Freundin Narben von der Haarentfernung zurückbehalten.

Bartentfernung für Transsexuelle darf beim Kosmetiker geschehen

Daher nahm die Frau mit Bart und Haaren an den Händen die Dienste einer Kosmetikerin in Anspruch. Die Rechnung in Höhe von 2.528 Euro reichte sie dann im August 2012 an ihre Krankenkasse weiter. Im Oktober 2012 lehnte die Kasse den Antrag auf Kostenübernahme der Nadelepilationsbehandlungen ab.

Doch nun muss die Kasse doch bezahlen. Dies hat das Sozialgericht Berlin rechtskräftig entschieden. Laut Urteil hatte die Frau einen Anspruch auf die Behandlung zur Bartentfernung. Denn ihr äußeres Erscheinungsbild müsse ihrem Geschlecht „deutlich angenähert“ sein.

Auch war es laut Urteil zulässig, dass die Frau sich von einer Kosmetikerin hatte behandeln lassen. Denn weder die Krankenkasse noch die KV konnten dem Gericht eine Praxis nennen, die die Behandlung in einem angemessenen Zeitrahmen durchgeführt hätte. Zudem habe die Kosmetiker die Haarentfernung gleichwertig vornehmen können.

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57 KOMMENTARE

  1. Und jemand der 900 Euro netto verdient, bekommt keine 2400 Euro für eine Brücke bezahlt… mit 900 Euro verdient man auch viel zu viel, dass soll man schön selber finanzieren! #AOK Nur doof das nach Miete etc. nichts mehr übrig ist (:

  2. Wo sind wir gelandet. Fremde Menschen sitzen beim Zahnarzt und lassen sich ihr Esszimmer sanieren auf Kosten der Steuerzahler. Und dann lässt sich auch noch ne Schwuchtel die Stoppeln ziehen! Was geht hier ab?

  3. Aber sonst habt Ihr keine Probleme…egal ob Transsexuelle,Transgender,Lesben,Schwule…auch diese Menschen haben ein Recht darauf,ihr Leben so zu leben,wie sie es möchten…Mir ist so jemand lieber,als irgendjemand von Euch…

    • Du bist gar nicht so dumm, wie du aussiehst. Es gibt Menschen, die der lebende Beweis, dafür sind, dass ein komplettes Versagen des Gehirns nicht zwangsläufig zum Tod führt!

    • Du kannst dich mit den Menschen umgeben die du haben willst.
      Nur zur Info: Dieses Recht nimmt niemand den Minderheiten aber genau wie bei der Mehrheit muss man das Leben das man haben will selbst erreichen. Das ist hier nicht der Fall. Wenn Menschen die extraordinäre Wünsche haben diese unnötigerweise bezahlt bekommen und Menschen ernsthafte körperliche Beschwerden nicht lindern können weil sich niemand dafür interessiert dann ist das ungerecht.
      Und als nebeninfo: Wir bezahlen diese Bartentfernungen. Wir abscheulichen Menschen die dir ja gar nicht lieb sind. Aber das Geld nehmt ihr dann gerne für eure Träume.

  4. Ok mir aber die Kronen nicht, oder anderen irgend etwas lebensnotwendiges nicht! Aber für so einen Unfug zahlen Sie!
    Nur zur Info , soll nicht ein Transen Bashing sein ! Es geht um Geldverschwendung wenn im Nachbarzimmer jemand nur die minimal Versorgung erhält der echte Probleme hat!
    Zählt das gefälligst selbst!

  5. Den lebens- bzw. gesundheitsnotwendigen Eingriff bezahlt mir die Kasse nicht aber für so einen Scheiß rückt sie die Knete raus – einfach nur zum Kotzen ! ! !

  6. Hört auf zu jammern! Kommt lieber mit uns auf die Straßen und stemmt euch Seite an Seite gegen den Wahnsinn. Am 30.7 am Washingtonplatz. Zeigt ein wenig Mut und beendet diese Zustände!

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