Reportage
Klaus von Dohnanyi rät Martin Schulz zum Rücktritt
Der frühere Hamburger Bürgermeister Klaus von Dohnanyi hat den SPD-Chef Martin Schulz zum Rücktritt aufgefordert. Dieser sei nicht in der Lage, den Aufbruch nach der Niederlage bei der Bundestagwahl zu organisieren.

Nach dem historisch schlechten Wahlergebnis für die SPD bei der Bundestagswahl am Sonntag hat nun Hamburgs früherer Bürgermeister Klaus von Dohnanyi Parteichef Martin Schulz zum Rücktritt aufgefordert.
Die SPD müsse erkennen, dass sie mit einem Mann wie Martin Schulz nicht in der Lage sein wird, einen Aufbruch zu organisieren, sagte der 89-Jährige am Mittwochabend in der ARD-Talksendung von Sandra Maischberger.
Martin Schulz sollte sehen, dass er den Aufbruch nicht organisieren kann und dass nun jüngere Leute den Weg in die Zukunft antreten müssen, sagte Klaus von Dohnanyi. Und dann wörtlich: „Er sollte zurücktreten.“
Als SPD-Spitzenkandidat hatte Schulz bei der Bundestagswahl das schlechteste Ergebnis für seine Partei nach dem Zweiten Weltkrieg eingefahren. Klaus von Dohnanyi, der selbst SPD-Mitglied ist, hatte ihn bereits im Vorfeld der Wahl kritisiert.
Der frühere Hamburger Bürgermeister hatte die SPD als „derzeit nicht wählbar“ bezeichnet und angekündigt, möglicherweise gar nicht zur Wahl zu gehen. Von Dohnanyi kritisierte die mangelnde Distanz von Martin Schulz und der Linken.


