Reportage
Journalisten streiken für 4,5 Prozent mehr Geld
Nach Ansicht des Deutschen Journalisten-Verbands (DJV) sollten die Zeitungsschreiber bereits seit Januar 4,5 Prozent mehr Geld verdienen. Am kommenden Freitag beginnt der Warnstreik.

Der Deutschen Journalisten-Verband (DJV) hat die Zeitungsjournalisten in mehreren Regionen Deutschlands zu zeitlich befristeten Warnstreiks aufgerufen, um die Tarifforderungen des DJV durchzusetzen.
DJV organisiert Warnstreik ab Freitag
Regionale Schwerpunkte der Arbeitskämpfe vom 10. bis 15. Juni sollen Baden-Württemberg, Bayern, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sein. Einen entsprechenden Beschluss fasste am Montag in Kassel die Große Tarifkommission des DJV einstimmig. DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring sagte:
„Wir haben in den drei Tarifrunden mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger keine Einsicht der Verleger in die Notwendigkeit angemessener Gehalts- und Honorarerhöhungen für die 13.000 Zeitungsjournalisten feststellen können.“
Die Journalisten in den Redaktionen seien daher aufgerufen, durch ihre Beteiligung an den Streikaktionen den Verlegern die Ernsthaftigkeit der Forderung des DJV nach 4,5 Prozent mehr Gehalt beziehungsweise Honorar zu verdeutlichen.
Jeder Monat kostet Journalisten Geld
„Wir setzen uns nicht als Bittsteller mit den Verlegern an den Verhandlungstisch. Und wir haben keine Zeit für Tarifrunden, mit denen die Verleger nur Zeit schinden wollen“, sagte DJV-Verhandlungsführer Kajo Döhring.
Der alte Gehaltstarifvertrag sei bereits zum Jahresende ausgelaufen. „Jeder Monat ohne neuen Tarifvertrag kostet die Kollegen Geld.“ Offenbar seien die Warnstreiks das einzige Mittel, um die Verleger zu zielorientierten Verhandlungen zu bewegen.
In eigener Sache: Beim Berlin Journal wird nicht gestreikt, auch wenn wir uns natürlich auch über 4,5 Prozent mehr Geld freuen würden.


