Reportage
Nach G20-Gipfel: Linke verliert in Wahlumfrage
Nach den linksextremen Ausschreitungen um den G20-Gipfel in Hamburg hat die Linke in der INSA-Umfrage zur Bundestagwahl deutlich verloren. Leichte Gewinne verzeichnet nur die AfD.

Die Linke hat in der aktuellen INSA-Umfrage zur Bundestagswahl im Vergleich zur Vorwoche deutlich an Beliebtheit verloren. Die Linke fällt auf den schlechtesten Wert seit rund zwei Monaten. Auch die Unionsparteien verzeichnen leichte Verluste.
- CDU/CSU 36 Prozent (-0,5 zur Vorwoche)
- SPD 25 Prozent (0)
- Die Linke 9,5 Prozent (-1)
- AfD 9,5 Prozent (+0,5)
- FDP 9 Prozent (0)
- Grüne 6,5 Prozent (0)
- Sonstige 4,5 Prozent (+1)
Die Umfrage wurde von Freitag bis Montag durchgeführt, sodass den insgesamt 2.009 Befragten die Äußerungen führender Linken-Politiker zu den Ausschreitungen um den G20-Gipfel in Hamburg bekannt gewesen sein dürften.
Linken-Chefin Katja Kipping hatte den „unverhältnismäßigen Wasserwerfer-Einsatz“ beim G20-Gipfel kritisiert, mit dem die Polizei die Lage eskaliere. Am Montag legte die 39-Jährige in ihrer Kritik am Polizeieinsatz nach:
Tatsache ist, dass die Einsatzleitung in Hamburg eine Strategie gefahren hat, die sehr stark auf Repression gegenüber friedlichen Sitzblockaden gesetzt hat, die teilweise die Pressefreiheit außer Kraft gesetzt hat. […]
Vehement wurde etwa gegen friedliche Blockaden und die Camps vorgegangen. Es gab auch Schikanen in den Protestcamps: Den Leuten wurde etwa Anfang der Woche noch gesagt, ein Brötchen dürft ihr mit hineinnehmen, aber keine Kekse.
Die Linken-Chefin verurteilte im Interview mit dem Tagesspiegel das Anzünden von Autos und das Steinewerfen. „Solche Taten sind auch gegenüber den vielen, die friedlich demonstrieren, ein Bärendienst. Deren gute Argumente sind dadurch in den Hintergrund getreten.“


