Reportage
Geburtenrekord in Berlin: 38.000 Neugeborene
Seit dem Fall der Mauer gab es in Berlin nicht mehr so viele Neugeborene. Im vergangenen Jahr erblickten rund 38.000 Kinder in Berlin das Licht der Welt. Allerdings war die Zahl der Flüchtlinge, die 2015 nach Berlin kamen, deutlich höher.

Im vergangenen Jahr wurden in Berlin laut Statistischen Bundesamt 38.030 Kinder lebend geboren (19.614 Jungen und 18.416 Mädchen). Das sind erneut 3,1 Prozent mehr Neugeborene als im Jahr davor. So viele Geburten gab es im wiedervereinigten Berlin bisher noch nie.
Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr kamen in Berlin 79.034 Flüchtlinge an. Davon blieben 54.325 blieben zwar nur in der Stadt, berichtet der rbb. Dennoch kamen demnach im Jahr 2015 etwa anderthalb so viele Flüchtlinge nach Berlin, wie hier Kinder geboren wurden.

Auch in ganz Deutschland ist die Zahl der Geburten gestiegen. Es wurden hierzulande im vergangenen Jahr rund 738.000 Kinder lebend geboren. Das waren 23.000 Neugeborene oder 3,2 Prozent mehr als noch im Jahr 2014. Auch deutschlandweit ist die Zahl der Geburten deutlich niedriger als die Zahl der Flüchtlinge.
Mehr Tote als Neugeborene
Anderseits starben im Jahr 2015 bundesweit 925.000 Menschen. Gegenüber dem Vorjahr ist die Zahl der Sterbefälle um 6,5 Prozent gestiegen. Seit 1972 sterben jedes Jahr mehr Menschen, als Kinder geboren werden.
| Jahr | Lebendgeborene | Gestorbene | Differenz |
| 1990 | 905.675 | 921.445 | – 15.770 |
| 1995 | 765.221 | 884.588 | – 119.367 |
| 2000 | 766.999 | 838.797 | – 71.798 |
| 2005 | 685.795 | 830.227 | – 144.432 |
| 2010 | 677.947 | 858.768 | – 180.821 |
| 2014 | 714.927 | 868.356 | – 153.429 |
| 2015 | 737.630 | 925.239 | – 187.609 |


