Reportage
EU-Abgeordnete fordern Luxus-Limousinen mit Panik-Knopf

Die EU-Abgeordnete in Brüssel fürchten offenbar um ihre Sicherheit. Sie fordern nicht nur, dass ihre Limousinen mit dem größten Luxus ausgestattet werden und dass ihre Chauffeure teure Anzüge erhalten. Außerdem fordern sie, dass ihre Luxus-Limousinen gesichert werden und mit einem Panik-Knopf ausgestattet werden.
Chauffeure mit teuren Anzügen
Das EU-Parlament erwägt ein millionenschweres Investitionsprogramm, um den EU-Abgeordneten neue Limousinen und Chauffeure mit schicken Uniformen zur Verfügung zu stellen.
Allein für neue Uniformen der Chauffeure soll es demnach ein jährliches Budget von 116.000 Euro geben berichtet Politico. Die jährlichen Kosten für die Fahrdienste der EU-Abgeordneten würden sich damit von 7 auf 10 Millionen Euro erhöhen.
Aus einem im Internet veröffentlichten Rundschreiben geht hervor, dass die Abgeordneten um ihre Sicherheit fürchten. Die Limousinen sollen demnach künftig besser den „Sicherheitsbedürfnissen der Abgeordneten angepasst“ werden.
Abgeordnete fordern Panik-Knopf
Zu den „Sicherheitsbedürfnissen“ der EU-Abgeordneten gehört offenbar auch ein Panik-Knopf im Innern ihrer Luxus-Limousinen, mit dem sie bei einem Überfall die Fahrdienst-Zentrale oder die Polizei alarmieren können.
Allerdings sind nicht alle EU-Abgeordneten der Meinung, dass die Maßnahmen nötig sind. So schrieb etwa die EU-Abgeordnete Kaja Kallas von der Estnischen Reformpartei in ihrem Internet-Blog, dass es bei dem Dauerstau in Brüssel oft sinnvoller sei, zu Fuß zu gehen als mit einer Luxus-Limousine zu fahren.
Auch die Sorge vieler EU-Abgeordneter um ihre Sicherheit kann Kaja Kallas nicht nachvollziehen. „Hat es denn schon mal Angriffe auf EU-Parlamentarier gegeben?“, fragt sie und spricht sich für Alternativen zum Limousinen-Service aus, etwa Car-Sharing oder Fahrgemeinschaften.


