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Sächsische Polizei verhindert Terroranschlag in Berlin

Von Thomas Breithaupt · · 3 Min. Lesezeit

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Wegen desselben Mannes gab es in Borsdorf bereits am 4. Februar einen Anti-Terror-Einsatz. (Screenshot: YouTube)

Die sächsische Polizei hat offenbar einen Terroranschlag in Berlin verhindert. In Borsdorf nahe Leipzig nahm sie einen Asylbewerber aus Marokko fest, der für Samstag einen Terroranschlag in der Hauptstadt geplant haben soll.

Wegen desselben Mannes gab es in Borsdorf bereits am 4. Februar einen Anti-Terror-Einsatz.
Wegen desselben Mannes gab es in Borsdorf bereits am 4. Februar einen Anti-Terror-Einsatz. (Screenshot: YouTube)

Die sächsische Polizei hat offenbar einen Terroranschlag in Berlin im letzten Moment verhindert. Am frühen Samstagmorgen nahmen Spezialeinsatzkräfte in einem Flüchtlingsheim in Borsdorf nahe Leipzig einen unter Terrorverdacht stehenden Asylbewerber fest.

Der Festgenommene ist ein Marokkaner, berichtet die Leipziger Volkszeitung. Am Samstag wollte er offenbar eine Gewalttat in der Hauptstadt verüben. Der Nordafrikaner stehe unter dem Verdacht, eine schwere staatsgefährdete Straftat vorbereitet zu haben, sagte ein Polizeisprecher.

Das sächsische Landeskriminalamt (LKA) hatte bereits am Freitagabend „Hinweise auf eine mögliche geplante Straftat und deren Ausführenden“ erhalten. Daher wurde noch in der Nacht zum Samstag bei der Polizeidirektion Leipzig eine Sondereinheit gebildet, die den Fall übernahm.

Bei dem Festgenommenen soll es sich um denselben Mann handeln, der am 8. Februar mit einer Bombendrohung einen Polizeigroßeinsatz in Borsdorf ausgelöst hatte. Offenbar war er es, der vor dem Bildungs- und Technologiezentrum zwei Schüler davor gewarnt hatte, in die Schule zu gehen, weil sich in seinem Rucksack eine Bombe befinde.

Die Schüler informierten umgehend die Schulleitung, die das Gelände räumen ließ. Beschrieben wurde der Täter damals als 1,80 Meter großer südländischer Typ zwischen 30 und 35 Jahren mit dunklen Haaren und Bart. Die Polizei fand jedoch weder den Tatverdächtigen noch Sprengstoff.

Der Anti-Terror-Einsatz am frühen Samstagmorgen riss die Bewohner der 8.000-Einwohner-Gemeinde Borsdorf aus dem Schlaf. Laut Augenzeugen rückte die Polizei gegen drei Uhr mit einem Großaufgebot vor der Containerunterkunft für Asylbewerber an. Erst am Nachmittag äußerte sich das LKA dann zu den Hintergründen.

Im Verlauf der kommenden Woche will sich auch die Staatsanwaltschaft Leipzig dazu äußern. Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz sagte am Sonntag lediglich, dass der Tatverdächtige „sich derzeit nicht auf freiem Fuß befindet“. Dies werde auch mindestens bis zum Montag so bleiben.

Die Gemeinschaftsunterkunft hat nach Angaben der Gemeinde eine Kapazität für bis zu 120 Asylbewerber, war zuletzt aber nicht voll belegt. Seit Ende Januar befindet sich in Borsdorf außerdem eine Einrichtung für minderjährige Asylbewerber. Dort waren zuletzt etwa 20 Flüchtlinge untergebracht.

Für Borsdorfs Bürgermeister Ludwig Martin (CDU) steht die Flüchtlingsunterkunft wegen des Vorfalls nicht in Frage. Es gebe auch bei den Deutschen Kriminelle. Die Asylbewerber würden sehr gut durch die Kirche, Vereine und Einzelpersonen betreut. „Kinder gehen in unsere kommunale Kita in Panitzsch. Wir wollen Hilfe geben, wo sie nötig ist“, so der Bürgermeister.

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