Reportage
Linke will „den Reichen in die Tasche greifen“
Linken-Chef Bernd Riexinger hat dem SPD-Kanzlerkandidaten Feigheit vorgeworfen. Martin Schulz habe nicht den Mut, „den Reichen in die Tasche zu greifen“. Da brauche er auch nicht über Gerechtigkeit zu sprechen.

Am Samstag auf einer Landesvertreterversammlung der Linken in Berlin hat Parteichef Bernd Riexinger dem SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz vorgeworfen, dass er es mit seinem Eintreten für mehr Gerechtigkeit nicht ernst meine.
Der Linken-Chef verdeutlicht dies mit einer Metapher, bei der er offenbar einen Kriminellen als Vorbild sieht. „Wer nicht den Mut hat, den Reichen in die Tasche zu greifen, braucht nicht über Gerechtigkeit zu sprechen“, sagte Bernd Riexinger.
Nach Ansicht des Linken-Chefs ist mehr Gerechtigkeit in Deutschland nur durch „Umverteilung von oben nach unten“ zu erreichen, nicht zuletzt durch eine Vermögensteuer, zitiert ihn die Berliner Morgenpost.
Seine Partei werde keinen rot-rot-grünen Bundestagswahlkampf führen. „Wir werden keinen Regierungswahlkampf machen und keinen Oppositionswahlkampf.“ Vielmehr wolle die Linke für ihre Ziele kämpfen.
In Deutschland gebe es einen Wunsch nach Veränderung und einen wachsenden Wunsch nach Ablösung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Das komme auch Martin Schulz entgegen. Wenn auch andere Parteien höhere Renten und Mindestlöhne, ein „gerechteres Steuersystem“ und Frieden wollten, „dann sind wir dabei“.


