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Reportage

Studie: Berliner stellen sich auf Altersarmut ein

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Berliner Altersarmut
In Berlin erwarten 63 Prozent der Erwerbsfähigen, dass sie sich im Alter werden einschränken müssen.

Eine aktuelle Studie zeigt, dass ein Drittel der erwerbsfähigen Berliner in keiner Weise fürs Alters vorsorgt. Ein weiteres Drittel spart weniger als 100 Euro pro Monat. Berlin könnte die Hauptstadt der Altersarmut werden.

Berliner Altersarmut
In Berlin erwarten 63 Prozent der Erwerbsfähigen, dass sie sich im Alter werden einschränken müssen.

Nur 44 Prozent der Berliner im erwerbsfähigen Alter bewertet die eigenen Maßnahmen zur Altersvorsorge als ausreichend. Fast zwei Drittel gehen davon aus, dass sie sich im Alter werden einschränken müssen. Dies zeigt eine repräsentative Umfrage der Info GmbH Markt- und Meinungsforschung für die Berliner Sparkasse.

Berliner Arbeiter meiden die Riester-Rente

Der Anteil der Berliner, die ihre gesetzliche Rente mithilfe eines Riester-Sparvertrages ergänzen, hat zuletzt deutlich abgenommen. In dem kurzen Zeitraum von 2014 bis 2016 ist der Anteil der Berliner mit Riester-Vertrag um sieben Prozent auf nur noch 30 Prozent gesunken.

„Die Riester-Rente halten viele für kompliziert und erklärungsbedürftig“, zitiert die Berliner Morgenpost Andreas Dähn, Regionalleiter der Berliner Sparkasse. Viele Sparer würden sich fragen, ob nicht anderswo bessere Renditen zu erzielen seien. Doch gerade Familien würden von den staatlichen Zuschüssen und steuerlichen Vergünstigungen profitieren.

Mehrheit der Berliner spart fürs Alter

Die große Mehrheit der Berliner ist durchaus bereit, privat für das Alter vorzusorgen. So gaben 82 Prozent der 1.001 Befragten an, dass sie in irgendeiner Form eine private Vorsorge getroffen haben. Die am meisten vertretenen Varianten der zusätzlichen Altersvorsorge sind laut Umfrage:

  1. die Betriebsrente (41 Prozent),
  2. die individuelle Altersversorgung, etwa in Form von Immobilien oder Wertpapieren (35 Prozent),
  3. die Lebensversicherung (33 Prozent),
  4. die Riester-Rente (30 Prozent) und
  5. die private Rentenversicherung (30 Prozent).

Berlin wird Hauptstadt der Altersarmut

Andreas Dähn hält aber für problematisch, dass 34 Prozent der Berliner Erwerbsfähigen überhaupt kein Geld für die private Altersvorsorge aufwenden. Weitere 32 Prozent der erwerbsfähigen Berliner sparen bis zu 100 Euro. Und die übrigen 34 Prozent sparen mehr als 100 Euro pro Monat.

Bei den Erwerbsfähigen unter 30 Jahren sind es 40 Prozent, die nicht privat vorsorgen. Und bei Personen mit einem monatlichen Haushaltsnettoeinkommen von weniger als 1.000 Euro waren es sogar 50 Prozent.

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