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Juden fürchten Islamisierung Deutschlands

Von Thomas Breithaupt · · 3 Min. Lesezeit

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Zentralrat der Juden fürchtet Islamisierung Deutschlands
Zentralrat der Juden fürchtet Islamisierung Deutschlands
Zentralrat der Juden fürchtet Islamisierung Deutschlands
Salomon Korn fürchtet eine Islamisierung Deutschlands. Doch die größere Gefahr sieht er in einem Erstarken der Rechten. (Screenshot: Goethe-Institut)

Salomon Korn, der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, sagt, dass sich sein Lebensgefühl bislang nicht verändert habe. Er fühlt sich noch immer sicher in Deutschland, wo er seit 1999 die Jüdische Gemeinde leitet.

Salomon Korn ist Architekt. Er hat das Gemeindezentrum in Frankfurt gebaut. Als es eingeweiht im September 1986 wurde, sagte er: „Wer ein Haus baut, will bleiben, und wer bleiben will, erhofft sich Sicherheit.“

Muslime wollen Deutschland islamisieren

Doch sieht es heute aus? Drohen den Juden auch Deutschland Anschläge wie das Attentat auf einen koscheren Supermarkt in Paris im Januar 2015? Bringt die Flüchtlingswelle einen Anstieg des Antisemitismus? Salomon Korn macht sich Sorgen.

„Wir können die bisher hier lebenden Muslime nicht mit denen vergleichen, die jetzt zu uns kommen“, zitiert ihn die Welt. Die neuen Muslime kämen aus einer völlig anderen Kultur. „Sie bringen keinen aufgeklärten Islam mit, viele von ihnen sind darauf aus, die Welt zu islamisieren.“

Salomon Korn sagt, die muslimischen Einwanderer, die ab den 60er-Jahren aus der Türkei nach Deutschland gekommen sind, hätten sich Europa von Anfang an nahe gefühlt. Die heutigen Flüchtlinge aber seien anders. Sie seien in Ländern aufgewachsen, wo Antisemitismus Teil der Staatsdoktrin sei.

Integration gelingt bei den Kindern

„Die Propaganda im Nahen Osten ist mindestens so drastisch wie in der NS-Zeit, die Kinder in den arabischen Ländern werden indoktriniert wie die Kinder im Dritten Reich“, sagt Salomon Korn.

„Wir dürfen uns nicht der Illusion hingeben, dass wir diese Menschen tatsächlich in die Gesellschaft integrieren können, das wird uns erst mit ihren Kindern oder Enkelkindern gelingen“, lautet seine optimistische Prognose.

Bereits im November hatte Josef Schuster, Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland, mehr Kontrolle bei der Zuwanderung gefordert. Denn viele Zuwanderer kämen aus den arabischen Kulturen, „in denen der Hass auf Juden und die Intoleranz ein fester Bestandteil sind“.

Es gebe ein neues Gefühl der Bedrohung in den jüdischen Gemeinden, sagt Salomon Korn. Auf der Ostseeinsel Fehmarn etwa sollen ein Syrer und ein Afghane einen Juden angegriffen haben, weil er eine Kippa trug.

Deutsche gefährlicher als Muslime

Doch Schutzmaßnahmen bestimmen das jüdische Leben in Deutschland schon viel länger. Viele Juden tragen Baseballkappen statt Kippa. Jüdische Schulen, Kindergärten, Gemeindehäuser werden von der Polizei oder einem privaten Sicherheitsdienst geschützt.

„Unsere Kinder haben sich daran längst gewöhnt, das ist zum Alltag geworden“, sagt Salomon Korn. Mehr als den Antisemitismus der Muslime fürchtet er aber noch immer Angriffe von Rechtsextremen.

„Jetzt in der Flüchtlingskrise werden die Rechten immer dreister“, sagt Salomon Korn. Er ist auch besorgt, dass der Antisemitismus in der Mitte der Gesellschaft wieder wachsen könnte. „Die Mitte droht in Richtung rechts abzudriften“, sagt er. Das bleibe das größte Problem.

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Thomas Breithaupt

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