Wedding: Curry & Chili ist Deutschlands schärfster Imbiss

Jeder kennt den Geschmack einer Berliner Currywurst, aber was ist, wenn du vor dem Curry & Chili stehst?

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Seit zehn Jahren betreibt Frank Spieß an der Tramhaltestelle Osloer Straße Ecke Prinzenallee in Wedding mit seinem Curry & Chili die schärste Currywurst Bude Berlins. (Foto: Curry-Chili.de)

Nicht nur Berliner Girls sind scharf! Manchmal ist es auch eine Currywurst. Denn warum weinen Männer sonst auf der Straße? Und jeder von ihnen mit einem Pappteller in der Hand? Schuld daran sind aber nicht die Berliner Damen, sondern das „Curry & Chili“ von Frank Spieß in der Osloer Straße Ecke Prinzenallee in Berlin-Wedding.

Vor zehn Jahren gründete Frank Spieß den schärfsten Imbiss Berlins. 2012 wurde Curry & Imbiss sogar Deutscher Meister und errang in Magdeburg den Titel “Deutschlands schärfster Imbiss 2012”.

 

Das Curry & Chili bringt höllisch scharfe Currywürste an Mann und Frau. Immer wieder werden Mutproben und Wettkämpfe an dem Imbiss ausgetragen. 

Spieß hat 10 Stufen an Schärfegraden. Die ersten Stufen beschreibt er als „fruchtig“, jedoch stehen auf dem Etikett auch schon mehrere Nullen. Die Schärfe wird in Scoville gemessen, dabei wird darauf eingegangen, wie oft die Sauce verdünnt werden muss, damit sie für den Menschen neutralisiert ist, also keine Schmerzen mehr verursacht. Die Schärfestufe 1 im Curry & Chili hat 10.000 Scoville. Zum Vergleich: Tabasco hat bis zu 5.000 Scoville und ein handelsübliches Pfefferspray bis zu 2 Millionen.

 

Doch zwischen Tabasco und Soßen a la Spieß (Eine Sauce zur Wurst kostet 30 Cent) liegen Welten. Auf Spieß seinem Thron befindet sich eine pechschwarz gefüllte Flasche, seine Höchst-Schärfestufe 10 hat  7,7 Millionen Scoville, welche schon den einen oder anderen durchtrainierten Mann zum Weinen gebracht hat.

Jedoch sollte man mit Vorsicht an die Sache ran gehen. Atemnot, Übelkeit, Schweißausbrüche gehören zu meinen alltäglichen Gästen. Wenn’s gar nicht mehr geht, dann Finger in den Hals und raus damit!“, so Spieß. Seine Gäste beschreiben die starken Schmerzen auf der Zunge als ein Tackern und empfinden ein unheimliches Brennen im Magen. 

Seine Besucher kommen aber nicht nur aus Wedding, auch Feinschmecker aus anderen Stadtteilen oder Ländern wie Polen oder Österreich reisen an, um die schärfsten Saucen von Spieß zu kosten.

Dem Curry & Chili Club, “Dem schärfsten Club der Welt”, sind schon mehr als 245 Mitglieder beigetreten.

Öffnungszeiten:

Montag-Freitag 9.30 Uhr bis 21.00 Uhr 

Sonnabend von 11.00 – 19.00 Uhr

Sonntag von 13.00 – 18.00 Uhr, feiertags geschlossen.

Homepage: http://curry-chili.de/

Die deutsche Currywurst gehört mit zu den beliebtesten deutschen Fastfood-Gerichten. Mehr als 2.000 Filialen sind bundesweit mit der Currywurst besetzt.

Aber wer erfand die Currywurst?

Die Currywurst kostet bei Curry & Chili als Bockwurst mit Darm und als Bratwurst ohne Darm jeweils 1,60 Euro.
Die Currywurst kostet bei Curry & Chili als Bockwurst mit Darm und als Bratwurst ohne Darm jeweils 1,60 Euro.

Die Hansestadt Hamburg und die Bundes-Hauptstadt Berlin streiten sich bis heute.

Die Berliner berufen sich auf eine reale Person, Herta Heuwer. Selbst die Google-Suche bestimmt die 1999 gestorbene Imbissbudenbesitzerin als „Mutter der Currywurst“.

Der Hamburger Schriftsteller Uwe Timm reklamiert mit seiner 1993 erschienenen Novelle „Die Entdeckung der Currywurst” das Gericht ganz klar auf die Hansestadt.

Doch die schärfste Currwurst gibt es nach wie vor bei Fank Spieß in Wedding. Motto: “Hier dürfen Männer weinen.”

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