Hat Russland in Syrien US-Raketen abgeschossen?

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Der Nahostexperte Theodore Karasik bietet eine beunruhigende Erklärung dafür, dass beim US-Angriff auf Syriens Militärflughafen Shayrat am 7. April nur wenige der eingesetzten US-Raketen vom Typ Tomahawk ihr Ziel erreichten.

Hat Russland in Syrien US-Raketen abgeschossen
Das US-Verteidigungsministerium hat Bilder des Starts der Tomahawks ins Netz gestellt. Doch offenbar erreichte gerade einmal die Hälfte der US-Raketen ihr Ziel. (Screenshot: YouTube/Department of Defense)

Dr. Theodore Karasik hat das letzte Jahrzehnt im Nahen Osten verbracht und verfügt dort über ein weites Netzwerk. Nun bietet er eine Erklärung dafür, warum der Raketenangriff der USA auf Syriens Militärflughafen Shayrat am 7. April dort kaum Schäden hinterlassen hat.

„Nicht alle Raketen erreichten ihr Ziel“, sagte der Politikwissenschaftler im Interview mit RiskHedge. Es hätten 60 Raketen vom Typ Tomahawk sein sollen, „aber nur 36 trafen ihr Ziel“. Der Grund dafür ist laut Theodore Karasik ein Eingreifen der Russen.

Seiner Ansicht nach wurden die amerikanischen Raketen entweder von russischen Flugabwehrraketensystemen des Typs S-300 abgeschossen, oder die Russen haben die Elektronik der Raketen blockiert, sodass diese ins Meer stürzten.

„Diese alternative Theorie bedeutet, dass die USA und Russland bereits aneinander geraten sind, technologisch sozusagen“, sagt Theodore Karasik. Denn die amerikanischen Raketen wurden demnach von den Russen abgefangen oder unter ihre Kontrolle gebracht.

Sollte dies war sein, wäre es das erste direkte Konfrontation zwischen den USA und Russland seit Jahrzehnten. Zudem könnte der genannte Grund für den US-Angriff, nämlich der angebliche Chemiewaffeneinsatz durch Syrien, auf falschen Geheimdienstinformationen beruhen.

Das Ziel für den angeblichen Chemiewaffenangriff ist laut Theodore Karasik ein Industriegebiet, wo giftige Chemikalien gelagert werden. „Der Angriff auf dieses Ziel erzeugte eine giftige Wolke, die offensichtlich tödlich genug war, um hunderte umzubringen oder zu verletzen.“

Mit Sarin habe der Vorfall nichts zu tun gehabt. Denn dies sei eine geruchlose Substanz. Die Opfer hätten aber gesagt, sie hätten das Gas gerochen. Zudem waren die behandelnden Ärzte nicht angemessen gekleidet gewesen, um Saringasopfer hätten behandeln zu können.

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