Reportage
Berliner CDU-Chef fordert Bündnis gegen den „linken Mob“
Nach ihrem Sieg vor Gericht sind die Linksradikalen am Donnerstag in die besetzten Räume in der Rigaer Straße 94 zurückgekehrt. Der Berliner CDU-Chef Kai Wegner ruft SPD und Grüne zum gemeinsamen Kampf gegen den „linken Mob“ auf.

Am Donnerstag sind die Hausbesetzer aus der Rigaer Straße 94 im Stadtteil Friedrichshain in die dortige illegale Kneipe „Kadterschmiede“ zurückgekehrt, die am 22. Juni durch die Polizei geräumt worden war. Der Anwalt der Hausbesetzer wurde von der Polizei hineingebracht.
Zuvor hatte das Landgericht Berlin am Mittwoch entschieden, dass die Linksradikalen wieder in die Räume dürfen. Der Grund für das Urteil zugunsten der Besetzer ist, dass der Anwalt des Eigentümers mit einem Brandanschlag eingeschüchtert worden war und daher nicht vor Gericht erschien.
Berliner CDU-Chef Kai Wegner zeigt Kante
Nun hat der Generalsekretär der Berliner CDU, Kai Wegner, in einem Gastkommentar für den Tagesspiegel den „linken Mob“ scharf angegriffen. Es sei höchste Zeit, dass die Parteien zusammenstehen.
Linksradikale haben dem Hauseigentümer in der Rigaer Straße 94 sein Eigentumsrecht verwehrt, sie haben Bauarbeiter bedroht und einen Rechtsanwalt durch einen Brandanschlag massiv eingeschüchtert.
Nacht für Nacht brennen in Berlin Autos oder Müllcontainer. Anwohner der Rigaer Straße trauen sich nur noch unter der Hand, Kritik an den Auswüchsen der linksradikalen Szene zu üben. Die linken Extremisten haben ein Klima der Angst geschaffen.
Immer mehr Bürger fragen sich, wer wohl als nächstes ins Visier der linksradikalen Chaoten gerät. Die linksradikalen Gewalttäter rütteln am Fundament der freiheitlich-demokratischen Grundordnung.
Kai Wegner (44) sitzt seit dem Jahr 2005 für die Union im Bundestag. Seit 2011 ist er zudem Generalsekretär der Berliner CDU. Seiner Ansicht nach ist es „vollkommen inakzeptabel, wenn faktisch ein gewalttätiger linker Mob darüber bestimmt, wer seine Grundrechte, die unsere Verfassung jedem Bürger garantiert, noch ausüben darf“.
Jetzt sollten „alle demokratischen Kräfte zusammenstehen und geschlossen den militanten Linksextremismus ächten und bekämpfen“. SPD und Grüne müssten sich nach links genauso klar abgrenzen, wie es die CDU gegenüber der AfD mache. Es sei höchste Zeit für einen Konsens gegen Links.


