Lehrerverband fordert mehr Geld für Integration

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Der Chef des Deutschen Philologenverbands Heinz-Peter Meidinger erwartet „starke Integrationsprobleme“ in deutschen Schulen. Die Einstellung von 13.000 neuen Lehrern sei nicht genug. Man brauche mehr staatliche Unterstützung.

Heinz-Peter Meidinger DPhV Integration
„Grundsätzlich gibt es für diese Mammutaufgabe zu wenig staatliche Unterstützung“, sagt Heinz-Peter Meidinger.

Der Deutsche Philologenverband, der 90.000 Gymnasiallehrer vertritt, rechnet mit „starken Integrationsproblemen“ in den Schulen hierzulande. Nach Ansicht von Verbandschef Heinz-Peter Meidinger ist der „Chancenspiegel 2017“ der Bertelsmann-Stiftung sei Alarmzeichen.

„Die Studie hat gezeigt, dass die Schulabbruchquoten bei Kindern mit Migrationshintergrund wieder steigen“, sagte Heinz-Peter Meidinger der NOZ. Er ruft den Bund und die Länder dazu auf, diesem „besorgniserregenden Trend“ entgegenzuwirken.

Zwar hat der Anteil der Schüler ohne Abschluss laut dem „Chancenspiegel 2017“ weiter abgenommen. Doch der Anteil der Ausländer ohne Schulabschluss ist wieder leicht auf 12,9 Prozent angestiegen. Der Vorsitzende des Philologenverbands kritisiert:

Die Politik glaubt, mit der Neubildung von Tausenden von Klassen und der Einstellung von 13.000 Lehrkräften ihre Hausaufgaben gemacht zu haben, und auch in der Öffentlichkeit spielt das Thema nicht mehr die Rolle wie vor einem Jahr.

Bei der Überführung der Kinder aus Willkommens-, Sprachlern- und Übergangsklassen in Regelschulen seien massive Probleme und Defizite zu verzeichnen. „Grundsätzlich gibt es für diese Mammutaufgabe zu wenig staatliche Unterstützung“, sagt Heinz-Peter Meidinger.

Zudem sei es „inakzeptabel“, dass Zukunftschancen der Schüler nach wie vor von der bildungspolitischen Leistungsfähigkeit der einzelnen Bundesländer abhängig sind. Berlins Schüler zeigen schon ab der Grundschule bundesweit die schlechtesten Leistungen.

In der Bertelsmann-Studie wurde erneut ein starker Zusammenhang zwischen Elternhaus und Bildungserfolg festgestellt. Der Verbandschef räumt aber ein: „Eine generelle Entkopplung wird durch staatliche Maßnahmen nie erreichbar sein.“

Die Bertelsmann-Stiftung hatte unter anderem ermittelt, dass Neuntklässler aus schwächeren Milieus in ihrer Lesekompetenz mehr als zwei Schuljahre hinter ihren Klassenkameraden aus stärkeren Milieus zurücklägen.

Laut der aktuellen Studie schreitet der Ausbau der Ganztagsschulen voran. Noch im Jahr 2002 ging nur einer von zehn Schülern ganztags zur Schule. Heute liegt der Anteil der Ganztagsschüler bei knapp vier von zehn.

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21 KOMMENTARE

  1. Naiv hoch fünf. Die Wirtschaftsmigranten müssten zumeist in Klasse 1 der Grundschule eingeschult werden. Kein anderes westliches Land ist so blöd wie DE und holt sich solche Fachkräfte.

  2. Wir fordern alle rausschmeissen und weniger Geld für Lehrer und alle Beamten. Was für ein Hohn nichts in dieses System einzahlen aber mehr Geld fordern , die bekommen eh schon Renten dafür muss ein normaler Bürger 150 Jahre für arbeiten und das obwohl sie nicht einen Cent einzahenlen in Renten Topf.

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