Reportage
Hannelore Kraft: SPD bleibt Volkspartei trotz 20 Prozent
In der aktuellen Forsa-Wahlumfrage liegt die SPD bundesweit bei nur 20 Prozent. Nach Ansicht von SPD-Vize Hannelore Kraft ist sie dennoch eine Volkspartei.

Ist die SPD noch eine Volkspartei?
Das Gewicht der SPD als Volkspartei ist nach Einschätzung der stellvertretenden Bundesvorsitzenden Hannelore Kraft trotz der jüngsten Wahlniederlagen nicht gefährdet.
„Die Beurteilung Volkspartei kann man nicht an einer Prozentzahl festmachen“, zitiert die WELT die Ministerpräsidentin und SPD-Landesvorsitzende von Nordrhein-Westfalen (NRW). Das Gegenteil einer Volkspartei sei eine Klientelpartei. „Das waren wir nie und werden wir auch nie werden.“
Hannelore Kraft hofft auf bessere Zeiten
Zugleich zeigte Hannelore Kraft die Hoffnung auf wieder bessere Zeiten für ihre Partei. „Ich glaube, dass es auch bei den Umfragezahlen im Bund wieder bessere Zeiten geben wird für die SPD.“
In Berlin wird bereits am 18. September ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Zuvor wählt Mecklenburg-Vorpommern am 4. September einen neuen Landtag. Im kommenden Jahr wird im Saarland, in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen ein neuer Landtag gewählt.
Im Herbst 2017 steht dann die nächste Bundestagswahl an. Nach der jüngsten Umfrage von Forsa ist die SPD im Bund auf 20 Prozent abgerutscht.
Bei den Landtagswahlen Mitte März hatte die SPD zwar in Rheinland-Pfalz mit 36,2 Prozent ein relativ gutes Ergebnis erzielt. Doch in Baden-Württemberg (12,7 Prozent) und Sachsen-Anhalt (10,6 Prozent) verlor die SPD kräftig und rutschte deutlich hinter die AfD ab.


