Reportage
Riesen-Goldmünze aus Bode-Museum geklaut
Unbekannte haben am frühen Montagmorgen eine 100-Kilo-Goldmünze aus dem Bode-Museum entwendet. Mit einer Leiter stiegen sie durch ein offenes Fenster ein. Die Polizei fürchtet, dass die Diebe die Münze einschmelzen werden.

Am frühen Montagmorgen sind Unbekannte ins Bode-Museum in Berlin-Mitte eingebrochen und stahlen eine einzigartige Goldmünze. Der Materialwert der 100-Kilo-Münze liegt bei mehr als 3,7 Millionen Euro.
Laut Polizei ereignete sich der Einbruch am Montagmorgen zwischen 3:20 Uhr und 3:45 Uhr. Die Räuber kamen offenbar über die S-Bahngleise und stiegen mit einer Ausziehleiter durch ein Fenster ein. Unklar ist noch, wie sie den Alarm umgehen konnten.
Die Leiter, mit deren Hilfe die Täter vermutlich ins Gebäude gelangten, wurde nahe der S-Bahngleise gefunden, berichtet die B.Z. Zeitweise war der Bahnverkehr dort gesperrt. Laut Polizei könnten Bauarbeiten am Bode-Museum die Tat begünstigt haben.

Vermutlich transportierten die Täter die drei Zentimeter dicke Münze mit einem Durchmesser von 53 Zentimeter mit einer Sackkarre ab. Das Ausstellungsstück „Big Maple Leaf“ befindet sich seit Dezember 2010 im Münz-Kabinett des Bode-Museums.
Die Münze wurde am 3. Mai 2007 von der Royal Canadian Mint ausgegeben. Es zeigt auf der einen Seite das Porträt von Elizabeth der Zweiten und auf der anderen drei kanadische Ahornblätter.
Laut Polizei ist es unwahrscheinlich, dass das Ausstellungsstück wieder aufgefunden wird. Wahrscheinlicher sei es, dass die Diebe die einzigartige Münze einschmelzen. Spezialisten für Kunstdelikte des Landeskriminalamts haben die Ermittlungen übernommen.



