Reportage
SPD fällt auf schlechtesten Wert seit Februar
In der aktuellen Forsa-Umfrage zur Bundestagswahl liegt die SPD nur noch bei 26 Prozent. CDU/CSU hingegen erreichen ihren besten Wert seit vier Monaten. Zu einer schwarz-gelben Mehrheit fehlt nur noch ein Prozentpunkt.

Bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen hat die SPD eine historische Niederlage erlitten. Und auch in einer deutschlandweiten Umfrage zur Bundestagswahl, die in der letzten Woche erhoben wurde, haben die Sozialdemokraten weiter Wähler verloren.
Am Mittwoch wurden diese Zahlen des Forsa-Instituts veröffentlicht:
- CDU/CSU 38 Prozent (+2 zur Vorwoche)
- SPD 26 Prozent (-3)
- Die Linke 8 Prozent (0)
- FDP 8 Prozent (+1)
- AfD 7 Prozent (0)
- Grüne 7 Prozent (0)
- Sonstige 6 Prozent (0)
Das ist der niedrigste Wert für die SPD seit Anfang Februar. Noch im April hatten die Sozialdemokraten bei 30 Prozent und im März sogar bei 32 Prozent gelegen, nur einen Prozentpunkt hinter der Union. Jetzt liegt die SPD zwölf Prozentpunkte hinter CDU/CSU.
In der aktuellen Umfrage erreichen CDU und CSU ihren besten Wert seit vier Monaten. Auch die FDP konnte einen Punkt zulegen.
Zusammen erreichen Union und Liberale derzeit 46 Prozent, was fast für eine schwarz-gelbe Mehrheit reicht. Bei der Landtagswahl in NRW am Sonntag war dieses Ziel erreicht worden.
Keine Veränderungen gab es bei der Linkspartei, den Grünen und der AfD.
Wenn der Bundeskanzler in Deutschland direkt gewählt werden würde, würden sich laut derzeit 50 Prozent aller Wahlberechtigten für Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) entscheiden und lediglich 24 Prozent für ihren sozialdemokratischen Herausforderer Martin Schulz.
Die Sozialdemokraten hatten zuletzt bei den Landtagswahlen im Saarland, in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen drei Niederlagen in Folge hinnehmen müssen. In NRW hatte die SPD die rot-grüne Macht mit einem historisch schlechten Ergebnis verloren.


