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Reportage

Flüchtlinge machen Migrantenviertel zu Ghettos

Von Thomas Breithaupt · · 3 Min. Lesezeit

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Flüchtlinge machen Migrantenviertel zu Ghettos Tempelhof
Flüchtlinge machen Migrantenviertel zu Ghettos Tempelhof hinterhof / Shutterstock.com
Flüchtlinge machen Migrantenviertel zu Ghettos Tempelhof
Auf dem Gelände des einstigen Flughafens Tempelhof will der Berliner Senat 7.000 Migranten unterbringen. Doch alle anerkannten Flüchtlinge können gehen, wohin sie wollen. Meist bevorzugen sie die Migrantenviertel in den deutschen Großstädten.Es droht die Verschärfung des Ghetto-Bildung. (Foto: hinterhof / Shutterstock.com)

Die Migrantenviertel in deutschen Großstädten sind schon lange eine Belastung für unser Land. Die Bewohner leben zum Großteil von Sozialleistungen. Viele von ihnen sind kriminell. Und genau in diese Viertel wollen nun viele der neuen Migranten, wodurch sich die Probleme dort verschärfen werden.

„Die Zuwanderung der letzten zwei Jahre wird den Trend zur Bildung ethnischer Kolonien in den Einwanderer-Vierteln verschärfen“, zitiert BILD den Soziologen Professor Friedrich Heckmann (75) vom Europäischen Forum für Migrationsstudien der Uni Bamberg.

Was Professor Friedrich Heckmann „ethnische Kolonien“ nennt, könnte man auch als Ghettos, Parallel-Gesellschaften oder im schlimmsten Fall als No-go-Areas bezeichnen. Jürgen Friedrichs (77), Stadtsoziologe an der Uni Köln, wird deutlicher: „Wir bauen uns Flüchtlings-Ghettos – wir wissen, dass es falsch ist, und trotzdem tun wir es.“

Migrantenviertel sind kein neues Problem

Sobald die Migranten als Flüchtlinge oder als Asylberechtigte anerkannt sind, können sie ziehen, wohin sie wollen. Sie gehen dann meist dahin, wo bereits viele ihrer Landsleute leben. Und weil viele Deutsche hier nicht mehr wohnen wollen, sind in den Migrantenvierteln in der Regel auch die Mieten billiger.

Schon vor der aktuellen Krise mit mehr als 1 Million Flüchtlingen allein im vergangenen Jahr hat es in Deutschland Migrantenviertel gegeben, die sich immer weiter zu Ghettos mit einer wachsenden Kriminalität entwickeln.

Ein Beispiel ist Duisburg-Marxloh mit seinen rund 20.000 Einwohnern, von denen zwei Drittel einen Migrationshintergrund haben. Die Hälfte der Migranten bezieht Hartz 4. Marxloh ist inzwischen das Hoheitsgebiet dreier libanesischer Großfamilien, die einst Flüchtlinge waren. Hohe Arbeitslosigkeit (offiziell 20 Prozent) und massive Kriminalität gehören hier zum Alltag.

Problembezirk Berlin-Neukölln

Im Berliner Senat gibt man sich stolz auf das Multikulti-Flair von Neukölln. Doch auch Berlin-Neukölln mit seinen 328.000 Einwohnern gehört inzwischen zu den problematischen Migrantenbezirken in Deutschland. Hier haben 41 Prozent der Menschen einen Migrationshintergrund. Rund ein Viertel aller Neuköllner kassiert Hartz 4.

Viele alteingesessene Neuköllner, vor allem auch die Immigranten von einst, sehen die aktuelle Entwicklung äußerst kritisch. Denn die vielen neuen Migranten vor allem aus Afrika haben die Probleme in Berlin-Neukölln extrem verschärft. In der U-Bahn verkaufen Dealer offen ihre Drogen. Täglich überfallen Kriminelle Berliner und Touristen.

Weiße Siedlung: „Nur noch Müll und Dreck“

Einer der Brennpunkte in Neukölln ist die Weiße Siedlung am Ende der Sonnenallee mit seinen etwa 4.100 Bewohnern. Zwei Drittel haben hier einen Migrationshintergrund. In manchen Hausfluren gammeln Junkies herum, es riecht nach Urin. „Das war mal eine wirklich schöne Anlage, jetzt ist überall nur noch Müll und Dreck“, sagte der Rentner Gerhard Lutz (71) zu BILD.

In der Nähe der weißen Siedlung liegt der ehemalige Flughafen Tempelhof. Die dortige größte Berliner Notaufnahmeeinrichtung beherbergt derzeit 1.700 Asylsuchende. Doch der Senat will in den Hangars und in geplanten Fertighäusern auf dem Vorfeld Platz für 7.000 Asylanten schaffen.

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Thomas Breithaupt

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