Reportage
Umfrage: Schwache AfD ermöglicht Rot-Rot-Grün
Die AfD ist der aktuellen Emnid-Wahlumfrage auf ihren niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr gefallen. Wenn heute Bundestagswahlen wären, würde Rot-Rot-Grün eine knappe Mehrheit erhalten.
Laut der aktuellen Wahlumfrage von Emnid hat Rot-Rot-Grün derzeit eine knappe Mehrheit. Wenn heute Bundestagswahlen wären kämen SPD, Linke und Grüne zusammen auf 48 Prozent. Das ist ein Prozentpunkt mehr als eine Woche zuvor Union, FDP und AfD hätten zusammen lediglich 47 Prozent.
- Union 33 Prozent (0)
- SPD 33 Prozent (+1)
- AfD 8 Prozent (-2)
- Linke 8 Prozent (0)
- Grüne 7 Prozent (0)
- FDP 6 Prozent (0)
- Sonstige 5 Prozent (+1)
Grund für die knappe rot-rot-grüne Mehrheit ist also die aktuelle Umfrageschwäche der AfD. Dies ist das schlechteste Ergebnis für die Partei seit dem 9. Januar 2016. Für die am Samstag veröffentlichte Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Emnid zwischen dem 2. März und dem 8. März 1.882 Personen befragt.
Nicht nur wegen der Umfragen, sondern auch wegen Äußerungen führender Politiker wird Rot-Rot-Grün immer wahrscheinlicher. Anfang dieser Woche empfing SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz die Linken-Chefs Katja Kipping und Bernd Riexinger im Willy-Brandt-Haus in Berlin zu einem geheimen Treffen.
Sowohl Martin Schulz als auch die beiden Linken-Chefs befürworten ein rot-rot-grünes Regierungsbündnis nach der Bundestagswahl. Sogar die Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht zeigte sich bereit für eine Koalition mit der SPD. Sie begrüßte Aussagen von Martin Schulz, wonach Hartz IV ein Fehler war und korrigiert werden muss.


