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Spanische Polizei erschießt fünf Terrorverdächtige

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Spanische Polizei erschießt in Cambrils fünf Terrorverdächtige
Spanische Polizei erschießt in Cambrils fünf Terrorverdächtige

Nach dem Terroranschlag von Barcelona mit mindestens 13 Toten hat die spanische Polizei im 50 Kilometer entfernten Cambrils fünf Terrorverdächtige erschossen. Sie sollen einen ähnlichen Anschlag geplant haben.

Am frühen Freitagmorgen erschoss die spanische Polizei in der 50 Kilometer von Barcelona entfernten Stadt Cambrils fünf terrorverdächtige Männer. Sie sollen einen ähnlichen Anschlag wie in Barcelona geplant haben. Sechs Zivilisten und ein Polizist wurden in Cambrils verletzt.

Zuvor war am Donnerstagabend ein Lieferwagen in Barcelona in eine Menschenmenge gefahren und hatte mindestens 13 Menschen getötet und mehr als hunderte weitere verletzt. Der Terroranschlag ereignete sich in Las Rambas, einer bei Touristen beliebten Straße.

Unter den Toten sind auch drei Deutsche und ein dreijähriges Kind. „Die Zahl der Toten wird wahrscheinlich noch steigen“, sagte Joaquim Forn, der Polizeichef von Katalonien. Fünfzehn Personen seien in einem kritischen Zustand.

Zwei Männer wurden verhaftet. Doch nach Polizeiangaben ist der Fahrer des Anschlagswagens weiterhin flüchtig. Der Islamische Staat hat sich zu dem Terroranschlag bekannt.

Der Brite Liam Searle (22) sagt, dass er mit dem Skateboard die Straße entlang fuhr, als er gegen 17:15 Uhr lautes Knallen hörten, was er zunächst für Schüsse hielt. „Ich bekam mit, dass es der Van neben mir war, der auf Leute prallte“, zitiert ihn der Telegraph. „Der Van hielt direkt neben mir. Zwei Männer stiegen aus und ich rannte um mein Leben.“

Der Van war von Driss Oukabir, einem 28-jährigen Marokkaner, gemietet worden. Doch der meldete sich bei der Polizei. Offenbar hatte sein Bruder Moussa Oukabir ihm die Ausweispapiere entwendet.

Zudem wurde später am Donnerstagabend am Stadtrand von Barcelona ein Mann erschossen, nachdem er an einem Kontrollpunkt zwei Polizisten überfahren hatte. Laut Polizei gibt es offenbar keine Verbindung zu dem Lieferwagen-Anschlag in Las Rambas.

Der Anschlag von Barcelona war der achte Terroranschlag in Europa innerhalb der letzten drei Jahre, bei dem ein Fahrzeug verwendet wurde. So wurden im Juli letzten Jahres im französischen Nizza 86 Menschen getötet.

Ende 2016 tötete der Tunesier Anis Amri auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin ein Dutzend Menschen. Dann wurden dieses Jahr an der Westminster Bridge und der London Bridge vier beziehungsweise acht Menschen getötet.

Spanien war zuletzt im Jahr 2004 von einem Terroranschlag betroffen, als Islamisten Bomben in mehreren Zügen platzierten und 191 Menschen töteten und mehr als 1.800 verletzten.

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