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Reportage

Energiewende wird für den Verbraucher teuer werden

Von Thomas Breithaupt · · 3 Min. Lesezeit

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Ökostrom: Die Energiewende wird für den Verbraucher teuer (Foto: RWE Innogy)
Ökostrom: Die Energiewende wird für den Verbraucher teuer (Foto: RWE Innogy)
Ökostrom: Die Energiewende wird für den Verbraucher teuer (Foto: RWE Innogy)
Ökostrom: Die Energiewende wird für den Verbraucher teuer werden. (Foto: RWE Innogy)

Ökostrom wird teurer

Wie viel muss der Verbraucher am Ende für die EEG-Umlage bezahlen? Fakt ist, die Kosten für den Ausbau erneuerbarer Energien steigen weiter an. Schlussendlich werden die Kunden den Umstieg mitfinanzieren. Damit wird die Energiewende und der kommende Ökostrom für den Verbraucher teurer werden.

Stromkunden müssend die Umlage zur Förderung des Ökostroms mitbezahlen. 2017 steigt diese von aktuell 6,35 Cent auf 6,88 Cent an. Das geht nach Informationen der vier großen Netzbetreiber 50Hertz, Amprion, Tennet und TransnetBW hervor, schreibt Die Zeit.

Ein Durchschnittshaushalt verbraucht im Schnitt 3.500 Kilowattstunden im Jahr. Mit den erhöhten Kosten der EEG-Umlage würden die Kosten für diesen Haushalt, inklusive Mehrwertsteuer, um 22 Euro ansteigen. Und damit am Ende des Jahres insgesasmt 286 Euro kosten.

Die Energiekonzerne haben hierbei die Wahl. Sie können die Kosten für die Energiewende komplett an ihre Kunden abwenden, oder intern mit gesunkenen Beschaffungskosten verrechnen. Egal wie, die Energiewende muss bezahlt werden.

Und genau dafür ist die EEG-Umlage da: sie dient der Finanzierung für den Ausbau erneuerbarer Energien. Deutschland will Ökostrom. Gleichzeitig aber keinen Nachteil in der internationalen Konkurrenz einbüßen. Deswegen bekommen große Konzerne mit extrem hohen Stromverbrauch besondere Vergünstigungen. Die Industrie soll somit keinen Wettbewerbsnachteil gegenüber anderen Ländern haben.

Ökostrom wird zur Normalität

Übertragungsnetzbetreiber sind dazu verpflichtet, den angebotenen Ökostrom abzunehmen und gleichzeitig zu festen Preisen zu verkaufen. Der Strom aus erneuerbaren Energien kann somit auch an der Börse verkauft werden. Die Preisdifferenz zwischen den Vergütungssätzen und dem Börsenpreis soll so hoch wie die EEG-Umlage sein. Und je höher der Börsenpreis, desto niedriger die Umlage.

Dass die Energiewende teuer wird, ist schon lange bekannt. Seit 2000 gibt es die EEG-Umlage, und seitdem wurde sie jedes Jahr, außer 2015, teurer. Auch wenn der Verbraucher darunter leidet, so bedeuten die höheren Kosten vor allem eins: die Ökostromförderung läuft! Wir reden nicht mehr über die Energiewende der Zukunft, wir sind mitten drin.

Der Klimawandel zwingt die ganze Welt zum Umdenken. Sogar die Wirtschaft sieht Vorteile darin und produziert Solarzellen und Windkraftanlagen immer günstiger, um im internationalen Markt konkurrenzfähig zu bleiben. China zum Beispiel: niedrige Preisen für Solarprodukte machen den Umstieg auch für ärmere Länder lukrativ.

Industrie warnt vor Standortproblemen

Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie, Ulrich Grillo, warnt vor den hohen Kosten für erneuerbare Energien. Ökostrom werde weitaus teurer als angenommen und würde zu einem echten Problem für die Wirtschaft in Deutschland werden.

Die versproche Kostenbremse der Politik sei „Wunschdenken“. Unternehmen könnten sich den Standort Deutschland nicht mehr lange leisten, so der Präsident. Wenn Energiekosten zu einem Standortproblem werden, flieht die Industrie in günstigere Länder. Man müsse die Kosten für die Energiewende fair verteilen und insgesamt reduzieren.

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Thomas Breithaupt

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