Reportage
Britische Flagge erstrahlt auf Brandenburger Tor
Nach dem Terroranschlag in London mit sieben Todesopfern hat Berlin die britische Flagge auf das Brandenburger Tor projiziert. Eigentlich hatte der Senat dieses Ritual einstellen wollen.

Als Zeichen der Solidarität mit den Opfern des Terroranschlags in London wurde am Sonntagabend das Brandenburger Tor in Berlin mit dem blau-rot-weißen Union Jack angestrahlt, wie die Nationalflagge des Vereinigten Königreichs genannt wird.
Vor der britischen Botschaft in der nahegelegenen Wilhelmstraße legten Menschen Blumen nieder.
Zuletzt war das Brandenburger Tor auch nach muslimischen Terroranschlägen in Paris, Brüssel, London, Istanbul und Jerusalem aus Solidarität mit den Betroffenen in den jeweiligen Nationalfarben beleuchtet worden.
Nach einem Terroranschlag im russischen St. Petersburg hatte der Senat dieses Ritual eigentlich einstellen wollen, weil es dann eigentlich „nahezu täglich in Farben beleuchtet“ werden müsste, wie Berlins linker Kultursenator Klaus Lederer damals sagte.
In der Nach zum Sonntag hatten drei Attentäter auf der London Bridge einen Lieferwagen in die Menschenmenge gesteuert. Anschließend stiegen sie aus und stachen sie im nahe gelegenen Ausgehviertel um Borough Market wahllos auf Menschen ein.
Die drei Islamisten töteten sieben Menschen und verletzten dutzende weitere Personen, darunter auch zwei Deutsche. Schließlich gelang es der Polizei, die Angreifer niederzuschießen.
Die britische Premierministerin Theresa May sagte, dass es nun genug sei mit dem Terror. „Jeder sollte wie immer seinem Alltag nachgehen.“ Allerdings müsse sich im Kampf gegen Extremismus und Terror etwas ändern. Konkreter wurde sie aber nicht.
Am Donnerstag finden in Großbritannien wie geplant die vorgezogenen Parlamentswahlen statt.


