Berliner leiden unter ihrer schlechten Ernährung

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Nirgendwo in Deutschland leiden so viele Menschen unter Diabetes und einem zu hohen Cholesterinspiegel wie in Berlin und Brandenburg. Grund ist ihre schlechte Ernährung. Aus Bequemlichkeit greifen sie zu Fertiggerichten oder Snacks, die zu viel Fett, Salz und Zucker enthalten.

schlechte Ernährung Berlin
Eigentlich wissen die Berliner, was schlechte Ernährung ist. Dennoch lassen sie nicht die Finger davon.

Laut einer repräsentativen Umfrage der Techniker Krankenkasse (TK) sind die Fälle von ernährungsbedingten Krankheiten in Deutschland deutlich gestiegen. Erwachsene bekommen heute 80 Prozent mehr Arzneimittel gegen Herz-Kreislauf-Krankheiten bei Erwerbsfähigen als noch vor 15 Jahren. Diese Krankheiten sind die Haupttodesursache.

„Mit Ernährung lassen sich viele Risikofaktoren reduzieren“, zitiert der Tagesspiegel den TK-Vorstandsvorsitzenden Jens Baas. Zusammen mit dem Verein Foodwatch stellte er letzte Woche die Studie in Berlin vor. Demnach räumt knapp die Hälfte der Befragten ein, selbst übergewichtig zu sein.

„Häufig fehlt es an der Zeit für den Einkauf und die Zubereitung von frischen Lebensmitteln“, sagt Gesundheitspsychologin Annegret Flothow von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Hamburg. „Die Menschen greifen dann aus Bequemlichkeit zu Fertiggerichten oder Snacks, die häufig zu viel Fett, Salz oder Zucker enthalten.“

Nach Ansicht von TK und Foodwatch braucht es diktatorische Maßnahmen, um die Bürger vor ihren eigenen gesundheitsschädigenden Entscheidungen zu bewahren. Jeder Vierte gab sogar zu, bei Stress oder Frust wider besseres Wissen zu Ungesundem zu greifen. Der Staat müsse daher eine Änderung des Nahrungsangebots durchsetzen.

Nirgendwo in Deutschland kochen die Menschen so selten zu Hause wie in Berlin und Brandenburg. Den Satz „Bei uns gibt es fast jeden Tag Selbstgekochtes“ bejahte hier nur ein Drittel der Befragten.

Die schlechte Ernährung ist der wesentliche Grund, warum 26 Prozent der Berliner und Brandenburger unter Stoffwechsel-Erkrankungen wie Diabetes oder zu hohem Cholesterinspiegel leiden. Das sind so viele wie in keiner anderen Region.

Die Menschen kochen nicht, weil die Hälfte von ihnen nach eigenen Angaben „keine Zeit“ und ein Drittel „keine Lust“ hat. Frauen kochen häufiger als Männer. Auch viele Singles stellen sich an den Herd. Am höchsten ist der Anteil der Freizeitköche mit 67 Prozent unter den Senioren, am zweithöchsten mit 57 Prozent unter Menschen im Alter von 18 bis 25 Jahren.

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14 KOMMENTARE

  1. Puuuuhh…Berliner leiden nur unter schlechtem Essen….und ich dachte es geht um Rot-Rot-Grün…….Essgewohnheiten kann man sofort ändern….diese „Regierung“ nicht……und was da ungesünder ist ???

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