Reportage
US-Geheimdienst: Unter den Flüchtlingen sind IS-Kämpfer

Nun hat es auch der US-Geheimdienstkoordinator James Clapper bestätigt: Der Islamische Staat (IS) schleust seine Kämpfer als Flüchtlinge getarnt nach Europa.
Der Islamische Staat nutze den Flüchtlingsstrom aus, sagte James Clapper am Dienstag bei einer Anhörung im US-Senat. Die Dschihadisten seien „ziemlich geschickt“ bei der Herstellung falscher Pässe, mit denen die Kämpfer ausgestattet sind.
Der Islamische Staat hat in Syrien und im Irak ein Kalifat ausgerufen. Doch er verbreite sich auch in anderen Ländern, insbesondere in Libyen, zitiert die Welt den Geheimdienstkoordinator.
Im Hinblick auf den Islamischen Staat sprach James Clapper von einer „wachsenden Fähigkeit, Anschläge gegen eine große Reihe von Zielen rund um die Welt durchzuführen und anzuregen“.
Vor kurzem warnte der deutsche Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen davor, dass mit den Flüchtlingen Terroristen nach Deutschland eingeschleust werden könnten. Die Terroranschläge in Paris hätten gezeigt, dass der Islamische Staat „bewusst Terroristen unter den Flüchtlingen eingeschleust“ hat, sagte der Verfassungsschutzpräsident im ZDF.
Die deutschen Polizeibehörden haben bislang 253 Hinweise erhalten, wonach sich unter den Migranten Terroristen befinden sollen. Zwar erweisen die meisten Warnungen als unbegründet. Doch nach Angaben des Bundeskriminalamtes (BKA) hat sich schon bei 22 Migranten ein Anfangsverdacht für Ermittlungen ergeben.


