Reportage
Asyl für Terroristen von Würzburg kostete 50.000 Euro
Die Aufnahme und Unterbringung des muslimischen Terroristen von Würzburg kostete den deutschen Steuerzahler rund 50.000 Euro. Nach seinem Tod fordert Bundespräsident Joachim Gauck mehr Hilfen für Flüchtlinge.

Die Betreuung des 17-jährigen muslimischen Terroristen von Würzburg Riaz Khan Ahmadzai hat den deutschen Steuerzahler im vergangenen Jahr mehr als 50.000 Euro gekostet. In seiner Donnerstagsausgabe zählt der Münchner Merkur die einzelnen Kostenpositionen auf.
Elf Monate hatte der junge Terrorist in einem Jugendwohnheim des Kolpingwerks verbracht. Bei einem Tagessatz von 145 Euro zahlte der Steuerzahler dafür insgesamt 47.850 Euro. Die vorläufige Aufnahme und Unterbringung des Minderjährigen nach seiner Ankunft in Deutschland kostete zusätzlich 2.000 Euro.
Folgekosten des Terroranschlags von Würzburg nicht einberechnet
Die Pflegefamilie von Riaz Khan Ahmadzai hätte monatlich 1.200 Euro für seine Unterbringung bekommen. Doch dort lebte er nur zwei Wochen. Mögliche Arztkosten lassen sich aufgrund des komplizierten Erstattungsverfahrens nur sehr schwer personalisieren. Auch die Folgekosten des Terroranschlags sind in der Rechnung nicht enthalten.
Am Dienstag ging der junge Muslim mit Axt und Messer auf Fahrgäste eines Regionalzugs nahe Würzburg los. Als er auch noch Polizisten angriff, erschossen diese ihn. Riaz Khan Ahmadzai war in Deutschland als Afghane gemeldet. Doch in seinem Bekennervideo spricht er ein Arabisch, das ihn eher als Pakistani ausweist. Er handelte offenbar im Auftrag des Islamischen Staats.
Linke Politiker und Journalisten haben die Polizei dafür kritisiert, dass sie den Terroristen nicht lebend gefasst hat, sondern ihn in Selbstverteidigung erschossen hat, darunter Renate Künast von den Grünen und Jakob Augstein vom Spiegel.
Deutsche sollen sich besser um Flüchtlinge kümmern
Der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann sagte laut Spiegel Online: „Vielleicht müssen wir die unbegleiteten Minderjährigen noch mehr begleiten und ihnen dabei helfen, die eigenen Traumata zu überwinden.“
Und Bundespräsident Joachim Gauck sagte der Bild-Zeitung: „Wir brauchen eine bessere gesellschaftlich Integration, die Mehrheit der terroristischen Täter kommt aus dem gesellschaftlichen Abseits, deshalb muss es auch um eine Verbesserung von Zukunftsperspektiven gehen.“


