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Reportage

Terroranschlag: Lkw rast in Berliner Weihnachtsmarkt

Von Thomas Breithaupt · · 3 Min. Lesezeit

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Terroranschlag Lkw rast in Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz
Terroranschlag Lkw rast in Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz

Auf dem Weihnachtsmarkt vor der Gedächtniskirche am Breitscheidplatz in Berlin gab es einen Terroranschlag. Ein Lkw fuhr vorsätzlich in mehrere Buden und tötete mindestens neun Menschen. Circa 50 Menschen wurden verletzt.

Vor der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche am Breitscheidplatz ist am Montagabend gegen 20 Uhr ein Lkw auf einen Gehweg gefahren. Dort findet ein großer Weihnachtsmarkt statt. Der Täter soll vorsätzlich mehrere Buden überfahren haben.

Der Fahrer tötete laut Angaben der Polizei mindestens neun Menschen. Offenbar gibt es außerdem viele Dutzend Verletzte. Seit mehreren Tagen hatte es Hinweise darauf gegeben, dass ein Anschlag auf einen Berliner Weihnachtsmarkt droht.

Es soll sich um zwei Täter handeln, die nach dem Anschlag in verschiedene Richtung geflüchtet sein sollen. Die Polizei geht von einem Terroranschlag aus und hat für Berlin eine Terror-Lage ausgerufen, berichtet die B.Z.

UPDATE: Die Polizei hat eine verdächtige Person aufgegriffen, bei der es sich offenbar um den Fahrer des Lkw handelt. Der Beifahrer soll tot aufgefunden worden sein.

Das Lkw-Transportunternehmen hat um 16 Uhr Kontakt zum Fahrer verloren, berichten polnische Medien. Sie vermuten, dass der Fahrer von den Attentätern überfallen und sein Lkw geraubt wurde.

Viertel vor 10 Uhr erschien Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) am Tatort. „Die Situation ist unter Kontrolle”, sagte er. Seine Gedanken seien bei den Familien der Toten und Verletzten.

Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sagte am Montagabend: „Meine Gedanken sind jetzt bei den Angehörigen der Opfer und den Verletzen des schrecklichen Vorfalls.” Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel ist offenbar über den Terroranschlag unterrichtet worden.

UPDATE 2: Der Lkw gehörte einer polnischen Spedition. Deren Eigentümer Ariel Zurawski sagte am Montagabend in einem Telefonat mit dem Sender TVN 24, der Fahrer sei sein Cousin. Er könne seine Hand für ihn ins Feuer legen, dass er kein Attentäter sei. „Ihm muss etwas angetan worden sein.“

Unbestätigten Informationen der Welt zufolge handelt es sich bei dem Attentäter um einen Pakistaner, der am 16. Februar 2016 als Flüchtling nach Deutschland eingereist ist.

Der heute von den Wahlmännern zum 45. US-Präsidenten gewählte Donald Trump sagte auf Twitter: „Heute gab es Terroranschläge in der Türkei, der Schweiz und Deutschland – und es wird noch schlimmer werden. Die zivilisierte Welt muss umdenken!“

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Thomas Breithaupt

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