Reportage
Terrorist von Barcelona wollte Ungläubige töten
Laut Polizei könnte es sich beim Terror-Fahrer von Barcelona um den Marokkaner Moussa Oukabir handeln. Der 18-Jährige hat einst auf einer Chat-App gesagt, er wolle „alle Ungläubigen töten“ und nur Muslime verschonen, die der Religion folgen.

UPDATE 20.08. – Die Polizei hält nicht mehr den Marokkaner Moussa Oukabir für den Haupttäter, sondern seinen Landsmann Younes Abouyaaquoub und fahndet nach ihm.
Am Donnerstagnachmittag kurz nach 17 Uhr raste ein Lieferwagen auf Barcelonas bekannter Flaniermeile Las Ramblas in eine Menschenmenge. Wir berichtet, gab es dabei mindestens 13 Tote und mehr als hundert Verletzte, darunter auch 13 Deutsche. Der Islamische Staat hat die Tat für sich reklamiert.
Am frühen Freitagmorgen überfuhren dann in der 50 Kilometer von Barcelona entfernten Stadt Cambrils mutmaßliche Terroristen auf der Flucht vor der Polizei mehrere Menschen. Dabei wurde eine Frau tödlich verletzt. Die fünf mutmaßlichen Attentäter wurden anschließend von der Polizei erschossen.
Laut Polizei handelt es sich beim Todesfahrer von Barcelona wahrscheinlich um den Marokkaner Moussa Oukabir. Laut einem Bericht von Independent wurde dieser vor zwei Jahren auf der Chat-App Kiwi gefragt, was er tun würde, wenn absoluter Herrscher wäre. Seine Antwort: „Alle Ungläubige töten, nur diejenigen Muslime verschonen, die der Religion folgen.“
Der 18-Jährige geriet ins Visier der Ermittler, weil er offenbar das Tatfahrzeug mit dem Pass seines älteren Bruders Driss Oukabir gemietet hatte. Dieser hatte sich umgehend bei der Polizei gemeldet, als nach ihm gefahndet wurde. Noch drei weitere Männer wurden bisher festgenommen. Keiner von ihnen war den Anti-Terrorbehörden zuvor bekannt.


