Reportage
SPD in bundesweiter Wahlumfrage erstmals unter 20 Prozent
Union und SPD haben laut der aktuellen INSA-Wahlumfrage weiter an Zustimmung bei den Wählern verloren. Für die SPD ist es das schlechteste Ergebnis seit 1949.

Die Ergebnisse der Großen Koalition Wahlumfragen verschlechtern sich weiter. Sowohl die Union als auch die SPD hat laut der aktuellen Befragung des INSA-Instituts im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt verloren. Beide Parteien verzeichnen ihre niedrigsten Werte seit INSA im Jahr 2012 begann, die Sonntagsfrage durchzuführen.
Schlechtester Wert für SPD in Wahlumfrage seit 1949
Die SPD rutscht sogar erstmals seit Bestehen der Bundesrepublik unter die Grenze von 20 Prozent bei einer landesweiten Wahlumfrage. Nach Ansicht der stellvertretenden Vorsitzenden Hannelore Kraft ist die SPD trotz schlechter Umfrageergebnisse weiterhin eine Volkspartei. Ihrer Ansicht nach kann man das nicht „an einer Prozentzahl festmachen“.
In den vergangenen Monaten hatten Union und Sozialdemokraten wegen ihres Umgangs mit der Flüchtlingskrise deutlich an Zuspruch in der Bevölkerung verloren. Bei den drei Landtagswahlen im März erreichte stattdessen die Alternative für Deutschland (AfD) neue Rekordergebnisse.
Zwischenzeitlich wurde die AfD in Umfragen zur drittstärksten Kraft in Deutschland. Aktuell liegt sie wieder knapp hinter den Grünen, die im Vergleich zur Vorwoche einen Prozentpunkt zulegen konnten. Auch die Linkspartei hat leicht dazugewonnen und klettert auf 9,5 Prozent. Die FDP verharrt bei 7,5 Prozent.


