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Sicherheitskräfte fürs England-Spiel verdoppelt

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Sicherheitskräfte für Länderspiel gegen England verdoppelt olympiastadion
Die Sicherheitskräfte für Länderspiel gegen England im Olympiastadion wurden verdoppelt. (Foto: flickr/Thomas Wensing)

Das Länderspiel gegen England am Samstagabend in Berlin ist trotz der Terroranschläge in Brüssel bisher nicht abgesagt worden. Allerdings wurden die Sicherheitskräfte vor Ort verdoppelt.

Sicherheitskräfte für Länderspiel gegen England verdoppelt olympiastadion
Die Sicherheitskräfte für das Länderspiel gegen England heute Abend 20:45 Uhr im Olympiastadion wurden verdoppelt. (Foto: flickr/Thomas Wensing)

Die muslimischen Terroranschläge am Dienstag in Brüssel forderten 31 Todesopfer. Und sie erinnerten an die Anschläge am 13. November in Paris. Damals wurde das Länderspiel Deutschland gegen Holland in Hannover abgesagt, weil die Sicherheitsbehörden Hinweise auf einen bevorstehenden Anschlag hatten.

Sicherheitskräfte in Berlin verdoppelt

Das Länderspiel Deutschland gegen England am heutigen Samstagabend um 20:45 Uhr im Berliner Olympiastadion hingegen ist bisher nicht abgesagt worden. Allerdings wurden die Sicherheitskräfte vor Ort verdoppelt. Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt sagte zu BILD: „Das Länderspiel ist gesichert.“

Die Absage des Länderspiels in Hannover im vergangenen Jahr habe aber gezeigt, dass erst „unmittelbar vor Spielbeginn“ eine endgültige Entscheidung getroffen werde, sagt Rainer Wendt, auch wenn das nicht immer leicht falle.

Rainer Wendt erklärt den Schengen-Raum

Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft äußerte sich auch dazu, dass der mutmaßliche Organisator der Terroranschläge in Paris, Salah Abdeslam, sich im Oktober letzten Jahres in Deutschland aufhielt und dort zwei weitere Attentäter abgeholt haben soll.

„Innerhalb des Schengen-Raums gibt es bekanntlich keine Grenzkontrollen mehr, dass heißt die Filter-Funktion stationärer Grenzkontrollen ist weggefallen. In den Flüchtlingsunterkünften waren drei Personen, die sich als Syrer ausgegeben haben.“

„Es sind Hunderttausende in den vergangenen Monaten nach Deutschland gekommen, viele sind gar nicht richtig registriert, weil wir dafür gar nicht die Kapazitäten hatten.“

Erneut forderte der Gewerkschafter Rainer Wendt mehr Zusammenarbeit und ein gemeinsames Terrorismus-Abwehr-Zentrum auf europäischer Ebene. Denn er erwartet eine „lange Terrorperiode“ in Europa.

„Es macht wenig Sinn, wenn wir in der Bundesrepublik jemanden als Gefährder einstufen, ihn rund um die Uhr beobachten – und dann reist er in die Niederlande und wird plötzlich weniger stark beobachtet.“

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