Reportage
Schäuble will Früh-Pensionäre zum Sozialdienst verpflichten
Finanzminister Wolfgang Schäuble hat seinen Ministerkollegen einen Gesetzentwurf vorgelegt, wonach Früh-Pensionäre künftig Bundesfreiwilligendienst oder eine vergleichbare ehrenamtliche Tätigkeit leisten sollen.

Rund 100.000 ehemalige Beamte von Deutscher Post, Deutscher Telekom und Deutscher Bahn haben per Gesetz das Anrecht auf eine Früh-Pension. Sie können also schon ab 56 Jahren und mit vollen Bezügen in den Ruhestand wechseln.
Doch inzwischen findet Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) diese großzügigen Früh-Pensionen zu teuer. Zudem sind die Früh-Pensionen seiner Ansicht nach den künftigen Rentnern auch nicht mehr zu vermitteln. Denn vielen von ihnen droht nach Auffassung der Bundesregierung eine massive Altersarmut.
Früh-Pensionäre sollen Sozialdienst leisten
Daher hat Wolfgang Schäuble jetzt einen Gesetzentwurf vorgelegt, wonach Früh-Pensionäre in Zukunft ein Jahr Sozialdienst leisten sollen. Sein Gesetzentwurf sieht vor, dass die Früh-Pensionäre für zwölf Monate einen Bundesfreiwilligendienst oder eine vergleichbare ehrenamtliche Tätigkeit leisten.
„Künftig soll der Vorruhestand ohne Abschläge ab 56 Jahren an einen freiwilligen Dienst von zwölf Monaten gekoppelt sein“, zitiert die Bild-Zeitung eine Sprecherin des Bundesministeriums für Finanzen. Unter dem Titel „engagierter Ruhestand“ befinde sich der Gesetzentwurf gerade in der Abstimmung mit den anderen Ministerien.


