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Paris-Anschläge sind „Sünde“: Dafür wird Imam Pierre Vogel vom IS gejagt

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Der Rheinländer Pierre Vogel trat auch mit dem britischen Hassprediger, den aus Jamaika stammenden Bilal Philips auf, der aus Deutschland ausgewiesen wurde (Foto: Dabiq)
Der Rheinländer Pierre Vogel trat auch mit dem britischen Hassprediger, den aus Jamaika stammenden Bilal Philips auf, der aus Deutschland ausgewiesen wurde (Foto: Dabiq)
Der Rheinländer Pierre Vogel trat auch mit dem britischen Hassprediger, den aus Jamaika stammenden Bilal Philips auf, der aus Deutschland ausgewiesen wurde (Foto: Dabiq)
Der Rheinländer Pierre Vogel trat auch mit dem britischen Hassprediger, den aus Jamaika stammenden Bilal Philips auf, der aus Deutschland ausgewiesen wurde (Foto: Dabiq)

Noch am 1. Juni 2014 hat der rothaarige Salafisten-Prediger Pierre Vogel (37) aus Bergheim bei Köln gemeinsam mit dem inzwischen wegen Terrorismusverdachts verhafteten und angeklagten Hassprediger Sven Lau (35, aus Mönchengladbach, Berlin Journal berichtete) vor dem Bremer Hauptbahnhof die Mitglieder der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) als „Freiheitskämpfer“ bezeichnet. Auch trat Vogel alias Abu Hamza im April 2011 auf einer Kundgebung zusammen mit dem homophoben britischen Hassprediger Bilal Philips (68) auf einer Kundgebung in Frankfurt am Main auf.

Doch nun wird Pierre Vogel von seinen Freiheitskämpfern selbst gejagt und muss um sein Leben fürchten.

Vogel bezeichete Paris-Anschläge als Sünde

Denn unmittelbar nach den Anschlägen von Paris im November 2015, bei denen 130 Menschen getötet wurden, sagte Pierre Vogel: „Ich bin der Übereugung, dass solche Anschläge ‚haram‘ sind.“ Haram bedeutet Sünde.

IS-Magazin Dabiq: „Tötet die Imame der Ungläubigen im Westen“

Die Antwort des IS kam nun mit der 14. Ausgabe des englischsprachigen IS-Propaganda-Magazins Dabiq. Darin wird zum Mord gegen Pierre Vogel aufgerufen: „Tötet die Imame der Unläubigen im Westen“, heißt es wörtlich.

Zur Begründung schreibt das IS-Magazin: Eine Person, die sich selbst Muslim nennt, aber sich dem „Kufr“ (arabisch für Unglaube) schuldig macht, ist kein Heuchler – wie viele fälschlicherweise annehmen – sondern ein Abtrünniger.  Kurz darauf zeigt das Magazin ein Bild Pierre Vogels neben Bilal Philips.

Pierre Vogel wurde in eine Reihe mit Barack Obama gestellt, der ebenfalls gezeigt und als Ungläubiger bezeichnet wird.

Dann folgt eine Drohung: Dem Westen drohe etwas, das noch schrecklicher und noch bitterer sei als Paris und Brüssel.

Die bei den Anschlägen auf Brüssel getöteten IS-Kämpfer, bei denen am 22. März 2016 durch drei Selbstmordbomben 32 Menschen starben, bezeichnete das Magazin als „Kämpfer der Schahada“, des islamischen Glaubensbekenntnisses.

Ganz schutzlos steht Pierre Vogel nicht da. Er hat zwar im Juni 2002 seine Profiboxer-Karriere an den Nagel gehängt, weil sie nicht mit dem muslimischen Glauben vereinbar ist, dem er am 11. Mai 2001 in einer Moschee in seiner Geburtsstadt Frechen beitrat. Aber sein Vater Walter Vogel soll Mitglied bei den Hells Angels sein.

 

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Thomas Breithaupt

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