Reportage
S-Bahn plant Videoüberwachung in den Wagen
Die Berliner S-Bahnsteige sind bereits seit letztem Sommer mit Kameras ausgestattet. Nun sollen auch die ersten 500 Viertelwagen der S-Bahn eine Videoüberwachung erhalten. Die Kosten liegen bei 250 Millionen Euro.

Die Berliner S-Bahn will ihre Wagen mit Videokameras ausstatten. Dabei geht es um 500 Viertelzüge der Baureihe 481, die auf der West-Ost-Verbindung und auf der Nord-Süd-Strecke eingesetzt werden.
Über die Ausstattung mit Videokameras verhandelt die S-Bahn derzeit mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg. Unklar ist noch, ob die S-Bahn die Kosten für die Videoüberwachung tragen wird oder die beiden Bundesländer.
Die S-Bahn rechnet allein für die Kameras mit 250 Millionen Euro, berichtet der Tagesspiegel. Hinzu kommen Kosten für die Sanierung der maximal 19 Jahre alten Züge. Durch technische Modernisierung könnten sie laut S-Bahn-Chef Peter Buchner weitere 15 Jahre einsetzbar sein.
Seit dem vergangenen Sommer zeichnet die S-Bahn auf den Bahnsteigen Überwachungsvideos auf und speichert sie 48 Stunden lang für die Bundespolizei. Ein gerade veröffentlichtes Video zeigt, wie eine Gruppe arabischstämmiger Jugendlicher einen Berliner mit Zivilcourage angreift.


