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Rainer Wendt wehrt sich gegen „miese Kampagne“

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Rainer Wendt miese Kampagne
Rainer Wendt wehrt sich gegen eine miese Kampagne. (Screenshot: YouTube)

Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt weist die Medienkampagne gegen seine Person zurück. Er denke nicht an einen Rücktritt, sagt der Hauptkommissar und erklärt seine Bezüge.

Rainer Wendt miese Kampagne
Rainer Wendt wehrt sich gegen eine „miese Kampagne“. (Screenshot: YouTube)

Am vergangenen Freitag starteten die deutschen Medien eine massive Kampagne gegen Rainer Wendt, den Bundesvorsitzenden der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG). Sie werfen ihm vor, er kassiere doppeltes Gehalt. Doch der engagierte Hauptkommissar will die Vorwürfe nicht auf sich sitzen lassen.

„Was läuft da für eine miese Kampagne?“, fragte er im Gespräch mit der Rheinischen Post und erklärte die Details. „Ich bekomme ein Teilzeitgehalt vom Land und eine Aufwandsentschädigung von der Gewerkschaft.“ Beide Bezüge zusammen entsprächen dem Gehalt eines Hauptkommissars von rund 4.400 Euro im Monat.

Rainer Wendt bedauerte, in einem Interview zunächst verschwiegen zu haben, dass er auch vom Bundesland Nordrhein-Westfalen unterstützt wird. Das sei „großer Mist“ und ein Fehler gewesen.

An einen Rücktritt vom Amt des Gewerkschaftschefs habe er aber „keine Sekunde“ lang gedacht. „Auf keinen Fall.“ Von der Deutschen Polizeigewerkschaft und aus Kreisen anderer Gewerkschaften werde er vielmehr dazu ermuntert, standhaft zu bleiben.

Am Donnerstag wird sich der Innenausschuss des Landtags von Nordrhein-Westfalen mit dem Fall Rainer Wendt befassen. Die Piraten im NRW-Landtag wollen wissen, welche Vorteile sich die Landesregierung davon verspricht, Kleinstgewerkschaften zu unterstützen, und seit wann diese Praxis besteht.

Die Piraten halten es für einen „Skandal“, dass Rainer Wendt jahrelang ein Gehalt vom Land bekam, obwohl er keinerlei Polizeidienst mehr ausführt, sondern sich ganz der Arbeit in der Gewerkschaft widmet, von der er ebenfalls bezahlt wird. Dies widerspreche „jeglichen Grundsätzen des Beamtenrechts des Landes Nordrhein-Westfalen“.

Der wahre Grund für die seit Freitag laufende massive Kampagne gegen den engagierten Hauptkommissar ist wie bereits berichtet möglicherweise diese Rede, in der er kürzlich bei der Konrad Adenauer Stiftung der deutschen Sicherheits- und Migrationspolitik die Leviten liest.

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