Reportage
Berlins Polizeiautos erhalten Splitterschutz-Folien
Künftig sollen in Berlin die Seitenscheiben aller Polizeiautos mit Splitterschutz-Folien ausgestattet werden, als Schutz gegen Steinwürfe. Die Gewerkschaft lobt dies, fordert aber auch einen Schutz für die Heckscheiben.

In Berlin sollen die Seitenscheiben aller Polizeiautos mit Splitterschutz-Folien beklebt werden. So will der Senat die Beamten gegen Angriffe mit Steinen, Flaschen und Böllern schützen, nicht nur im linken Kiez um die Rigaer Straße. Die Kosten liegen bei circa 2.000 Euro pro Auto.
„Künftig werden alle Fahrzeuge, die neu angeschafft werden, mit diesen Folien ausgestattet sein“, sagte ein Sprecher der Innenverwaltung am Freitag der Berliner Zeitung. Dazu zählten auch die Fahrzeuge des Zentralen Objektschutzes.
Einige Streifenwagen in Friedrichshain und Kreuzberg sind bereits mit durchwurfhemmenden Folien ausgestattet. Laut Innenverwaltung sollen nun auch die restlichen zehn Einsatzwagen dieser beiden Abschnitte mit Folien nachgerüstet werden.
Mit den Splitterschutz-Folien an Berlins Streifenwagen folgt die Berliner Landesregierung einer langjährigen Forderung der Gewerkschaft der Polizei (GdP). Deren Landesvorsitzende Kerstin Philipp sagte:
Aus unserer Sicht und bei Betrachtung der vergangenen Jahre sind all unsere Fahrzeuge besonders gefährdet, weil es nicht nur in Friedrichshain-Kreuzberg Menschen gibt, die meinen, sie müssten Steine und andere Wurfgeschosse auf unsere Kolleginnen und Kollegen feuern.
Die Gewerkschafterin forderte aber, dass nicht nur die Seitenscheiben, sondern auch die Heckscheiben mit Folien beklebt werden. Denn die Fanggitter seien bei einem Molotow-Cocktail nutzlos. Die Frontscheiben hingegen müssten nicht beklebt werden, weil sie baubedingt schon sehr stabil sind.


