Reportage
Eltern fürchten Pädophile in Süd-Grundschule in Zehlendorf
Die Eltern der Süd-Grundschule in Zehlendorf sind in Sorge. Denn ab August sollen im selben Gebäude Sprachkurse der Volkshochschule stattfinden. „Es wäre eine förmliche Einladung an alle Pädophilen“, sagt die Elternsprecherin.

In Berlin wachsen das Misstrauen der Menschen untereinander und die Sorge um die Kinder. Dies zeigt sich derzeit auch an der Süd-Grundschule in Zehlendorf. Die Volkshochschule (VHS) will dort ab August Sprachkurse veranstalten.
Doch die Eltern wollen verhindern, dass ihre Kinder den Hort mit den unbekannten Erwachsenen teilen müssen. „Es wäre eine förmliche Einladung an alle Pädophilen“, zitiert die B.Z. die Elternsprecherin Vivian Domingo (42).
Die betroffene Mutter und Physiotherapeutin Johanna Andrews (35) sagt: „Man hat keine Kontrolle, das macht mir Sorge.“ Und die Beamtin Annett Zitka (36) sagt: „Meine Kinder gehen bisher allein zur Schule – demnächst werde ich sie wohl bringen und abholen müssen.“
In ganz Berlin wird gefordert, Fremden den Zutritt zu Schulen zu erschweren, heißt es in einer Erklärung der Eltern. „Grundschülern wird sogar geraten, als Kinder nur zu zweit auf die Toilette zu gehen, und diverse Hausordnungen verbieten ausdrücklich ein Zusammentreffen.“
Am Mittwoch hat sich Schulstadtrat Frank Mückisch (61, CDU) mehrere Stunden mit den betroffenen Eltern zusammengesetzt. Er braucht die Räume der Süd-Grundschule in Zehlendorf, weil das VHS-Mutterhaus (Lichterfelde) saniert wird.
„Wir haben ein gutes Konzept“, zitiert ihn die B.Z. Ein Hortflügel mit vier bis fünf Räumen soll für die Erwachsenen-Kurse frei gemacht werden. Anschließend soll es getrennte Toiletten für Hortkinder und Erwachsene geben sowie separate Zugänge.


