Reportage
Mehrheit hält Merkels Flüchtlingspolitik für gescheitert
Die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist gescheitert, sagte die Mehrheit der Bürger in einer aktuellen Emnid-Umfrage. Trotz Merkels Flüchtlingspolitik wollen derzeit 35 Prozent die CDU/CSU wählen.

Laut einer aktuellen Umfrage von Emnid glauben 57 Prozent der Bevölkerung in Deutschland, dass die Flüchtlingspolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gescheitert. Während nur 42 Prozent der Unionswähler Merkels Flüchtlingspolitik für gescheitert halten, sagen dies 70 Prozent der SPD-Anhänger.
Zudem glaubt laut der repräsentativen Umfrage etwas mehr als die Hälfte der Bürger, dass Angela Merkel die Sorgen der Bevölkerung nicht ernst genug nimmt. Dies kritisieren wesentlich mehr Männer als Frauen, berichtet die Welt.
Angela Merkel verteidigt sich
Sie habe im vergangenen Sommer in einer schwierigen Phase „nach bestem Wissen und Gewissen“ gehandelt, sagte Merkel am Donnerstag vor der Bundespressekonferenz in Berlin. Sie stehe zu ihren Entscheidungen
Sie habe im August letzten Jahres gesagt, dass Deutschland die Asylkrise meistern könne. Sie habe aber nie gesagt, dass es einfach wird. Dennoch sei sie nach wie vor der Überzeugung, „dass wir das schaffen“.
Die Linken-Abgeordnete Sahra Wagenknecht bezeichnete Angela Merkels „Wir schaffen das“ Anfang der Woche als „leichtfertig“. Dafür erntete sie scharfe Kritik aus ihrer eigenen Partei, SPD, CDU und den Grünen.
CDU bleibt stark trotz Merkels Flüchtlingspolitik
Die die Union bleibt bei der Sonntagsfrage bei 35 Prozent. Die SPD hingegen verschlechtert sich um einen Punkt auf 23 Prozent. Die Grünen liegen bei 12 Prozent, die Linke und die AfD bei jeweils 10 Prozent und die FDP bei 5 Prozent.
Nachdem am Sonntag ein Asylbewerber in Reutlingen eine schwangere Polin ermordet hatte, äußerten auch die polnischen Medien scharfe Kritik an der deutschen Flüchtlingspolitik und an den deutschen Medien, welche die Gefahren verschweigen würden.


