Reportage
Ein Kanzler Martin Schulz scheint ausgeschlossen
In der aktuellen Wahlumfrage von INSA / YouGov liegt die SPD nur noch bei 22 Prozent, so schlecht wie zuletzt im Januar. Eine Regierung unter einem Kanzler Martin Schulz scheint wenige Tage vor der Bundestagswahl ausgeschlossen.

Wenige Tage vor der Bundestagswahl am kommenden Sonntag haben die Parteien der großen Koalition in der aktuellen Wählerumfrage von INSA / YouGov Punkte verloren. Die SPD fällt deutlich auf ihren schlechtesten Wert seit Januar. Leichte Gewinne verzeichnen Grüne und Linke.
- CDU/CSU 36 Prozent (-0,5 zur Vorwoche)
- SPD 22 Prozent (-1,5)
- AfD 11 Prozent (0)
- Die Linke 11 Prozent (+0,5)
- FDP 9 Prozent (0)
- Grüne 7 Prozent (+1)
- Sonstige 4 Prozent (+0,5)
CDU/CSU und SPD kommen zusammen nur noch auf 58 Prozent. Das sind mehr als neun Prozentpunkte weniger als noch bei der letzten Bundestagswahl im 2013, als sie zusammen 67,2 Prozent der Wählerstimmen erreichten. Dennoch hat die Große Koalition weiterhin eine klare parlamentarische Mehrheit.
Auch ein Jamaika-Bündnis aus Union, FDP und Grünen hätte mit zusammen 52 Prozent eine klare Regierungsmehrheit im Bundestag. Eine Regierung unter einem Kanzler Martin Schulz hingegen ist derzeit in weiter Ferne. Rot-Rot-Grün hat nur 40 Prozent, eine Ampelkoalition sogar nur 38 Prozent.
Auch Schwarz-Gelb mit 45 Prozent oder Schwarz-Grün mit 43 Prozent sind bei INSA / YouGov weit davon entfernt, eine Regierungsmehrheit zu erreichen. Für die Wählerumfrage wurden vom Freitag bis zum Montag insgesamt 2.042 Bürger befragt.


