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Jusos fordern globales Recht auf Migration

Von Thomas Breithaupt · · 2 Min. Lesezeit

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Johanna Uekermann Jusos globales Recht auf Migration
Johanna Uekermann wäre es lieber, wenn alle bleiben könnten. (Screenshot: YouTube)

Jusos-Chefin Johanna Uekermann ist gegen Abschiebungen. Ihr wäre es lieber, „wenn alle bleiben könnten“. Die Jusos seien für ein globales Recht auf Migration. So etwas wie sichere Herkunftsstaaten gebe es nicht.

Johanna Uekermann Jusos globales Recht auf Migration
Johanna Uekermann und den Jusos wäre es lieber, wenn alle Migranten bleiben könnten. (Screenshot: YouTube)

Selbst in der SPD gab es zuletzt Forderungen, Migranten ohne Bleibeperspektive konsequent abzuschieben. Doch dem widerspricht die Deutschlandchefin der Jungsozialisten (Jusos) in der SPD, Johanna Uekermann.

„Mir wäre es lieber, wenn alle bleiben könnten. Die Jusos sind für ein globales Recht auf Migration“, sagte sie gegenüber der Welt. Das Konzept der sicheren Herkunftsstaaten lehne man ab. Jeder Mensch brauche eine individuelle Prüfung seines Asylrechts.

Die Jusos seien auch dagegen, gut integrierte Menschen abzuschieben, sagt Johanna Uekermann. Darunter seien „gerade junge Leute, die eine Berufsausbildung machen, oder solche, die hier schon sieben, acht Jahre in die Schule gegangen sind“.

Auch den SPD-Entwurf für ein Einwanderungsgesetz lehnen sie Jusos ab. „Wir wollen keine Selektion nach rein wirtschaftlichen Faktoren, wie es der aktuelle Entwurf vorsieht. Damit werden auch massiv Frauen benachteiligt, weil sie in ihren Heimatländern seltener Zugang zu Bildung hatten und deswegen wirtschaftlich für Deutschland nicht interessant sind.“

Außerdem wollen die Jusos „eine Art Greencard-Lotterie“ einführen, um damit Menschen aus „schwierigen Herkunftsländern“ eine zusätzliche Chance auf Einwanderung geben. Ein Teil der Zuwanderungsplätze solle verlost werden, um Leuten eine Chance zu geben, die sonst keine hätten.

Zugleich fordert Johanna Uekermann gesetzliche Regelungen für den Fall, dass Migranten wieder in ihr Heimatland zurückwollen. Es sei allen geholfen, wenn die Migranten ihr Wissen in den Herkunftsgesellschaften weitergeben könnten.

Um das hinzukriegen, brauchen wir zum Beispiel eine weltweite Portabilität von Rentenansprüchen. Wer nach längerer Arbeit in Deutschland seinen Lebensabend in der Heimat verbringen möchte, darf solche Ansprüche nicht verlieren.

Für den SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz hat die Juso-Chefin viel Lob. „Ganz viele Jusos verbinden mit Martin Schulz eine Aufbruchsstimmung. Die große Koalition finden wir grauenhaft, jetzt wollen wir einen richtigen Politikwechsel.“

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Thomas Breithaupt

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